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Ball einen Meter hinter der Linie – doch der Schiri gibt den Treffer nicht

Hibernian gegen Heart of Midlothian, schottische Liga, es ist das Edinburgh-Derby. Es geht um viel Prestige. Hibernian schiesst in der 81. Minute ein Traumtor. Alle sehen den Prachts-Treffer, nur die Schiris haben Tomaten auf den Augen.

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Es läuft die 81. Minute im bislang torlosen Edinburgh-Derby zwischen Hibernian und Heart of Midlothian. Das Spiel ist umkämpft, bis in der 81. Minute die vermeintliche Entscheidung fällt.

Hibernian-Stürmer Leigh Griffiths drischt die Kugel bei einem Freistoss aus über 30 Metern ins Tor. Der Ball wandert via Lattenunterkante hinter die Linie – aber nicht ins Netz. Das runde Leder springt sogleich wieder aus dem Torgehäuse. Der Ball war aber klar hinter der Linie. Doch dann der unfassbare Entscheid. Die Tomaten-Schiris wollen das glasklare Tor nicht geben!

Rund 10 Minuten später ist das Spiel zu Ende. Die Teams trennen sich torlos 0:0. Ein Unentschieden, das keines gewesen wäre.

Hibernian-Trainer Pat Fenlon kennt nach Schlusspfiff gegenüber den Medien kein pardon und attackiert die Schiedsrichter: «Der Ball war nicht einmal in der Nähe der Linie. Er ist einen Meter hinter der Linie. Er ist sogar so weit drin, dass er beinahe das Netz berührt», sagt er an der Pressekonferenz.

Fifa reagiert: WM 2014 erstmals mit Torkamera

Die Fussball-Wekt diskutiert einmal mehr über Kontroll-Technologien.

Der neuste Fall lässt Erinnerungen mit Fehlentscheiden aus vergangenen Jahren, wie etwa das Wembley-Tor 1966 oder die aktuelleren Fehlentscheide an der Weltmeisterschaft 2010 (England-Deutschland) sowie der Europameisterschaft 2012 (Ukraine-England), wach werden.

Nach mehreren Fehlentscheiden hat der internationale Fussballverband nun nachgegeben: 2014 in Brasilien werden die Torkamera und der Chip im Ball zum Einsatz kommen.

Auch die schottische Fussballliga will nun reagieren. Doch das nützt Hibernian herzlich wenig. Statt 3 Punkte gibts lediglich 1 Punkt auf das Konto. (sha)

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