Gewalt im Sport

Ausschreitungen beim Fussballspiel Sitten gegen Servette

Ein Fan zündet Feuerwerkskörper (Archiv)

Ein Fan zündet Feuerwerkskörper (Archiv)

Anlässlich des Super-League-Spiels zwischen dem FC Sion und dem FC Servette ist es am Sonntag in Sitten zu Ausschreitungen gekommen. Die Randalierer beschädigten das Stadioninventar. Rund 180 Polizisten waren im Einsatz.

Bereits vor dem Fussballspiel war es zu Ausschreitungen gekommen. FC Servette-Fans hätten mit Gewalt das Sittener Sicherheitsdispositiv durchbrochen, um sich den Zutrittskontrollen zu entziehen und auf die Tribüne zu gelangen, schreibt die Walliser Kantonspolizei am Montag in einem Communiqué.

Im Stadion selbst randalierten die Hooligans und zertrümmerten teilweise das Inventar - zum Beispiel Türen und Toiletten. Dabei schnitt sich eine Randaliererin so fest in die Hand, dass sie sich in Spitalpflege begeben musste.

Während des Spiels behielt die Polizei die Gegend rund ums Stadion im Auge. Dabei kontrollierte sie rund 20 Personen, die mit einem Stadionverbot belegt sind.

Am Ende des Spiels hätten Walliser Fans versucht, mit Fans der Gegnermannschaft in Kontakt zu treten, schreibt die Walliser Kantonspolizei weiter. "Um das zu verhindern, musste die Polizei Gas und Gummischrot einsetzen."

Randalierer - vom Büezer bis zum Ingenieur

Bei den Auseinandersetzungen wurden zwei Polizisten von Steinen getroffen und verletzt. Sie mussten sich im Spital medizinisch behandeln lassen, konnten aber am gleichen Tag noch nach Hause.

Insgesamt wurden vier FC Sion-Fans verhaftet. Dabei handelt es sich um drei Walliser - einen 28-jährigen Bistro-Inhaber, einen 33-jährigen Krankenpfleger und einen 30-jährigen Ingenieur. Der vierte ist ein 19-jähriger Schreinerlehrling aus dem Waadtland.

Die Verhafteten werden wegen Gewalt oder Drohung gegenüber Behörden und Beamten sowie wegen Hinderung an einer Amtshandlung verzeigt. Die Kantonspolizei hat die Ausschreitungen dem Inspektor der Swiss Football League gemeldet. Wie hoch der durch die Randale entstandene Sachschaden ist, konnte die Polizei am Montag auf Anfrage nicht beziffern.

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