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Aufschwung beim FCB nach der Winterpause? Das Trainingslager soll's richten

Marco Streller und Aleksandar Dragovic trugen Verletzungen aus dem Spiel in Zürich. Derweil hofft man beim FCB, bis zur Winterpause den Rückstand auf GC reduzieren zu können. Das Trainingslager soll helfen, Yakins neues System zu festigen.

Sebastian Wendel
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Murat Yakin hätte gerne mehr Zeit, konkrete Dinge zu trainieren.

Murat Yakin hätte gerne mehr Zeit, konkrete Dinge zu trainieren.

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Für einmal huschte FCB-Captain Marco Streller kommentarlos an der wartenden Journaille vorbei. Er, der ansonsten weder nach Siegen noch nach Niederlagen den Gang vor die Mikrofone scheut, überliess die Aufgabe nach dem 2:1 beim FC Zürich Fabian Schär und Alex Frei. Einerseits wohl, weil die beiden an diesem Sonntag mit ihren Toren die Basler Hauptdarsteller waren. Ein anderer Grund für Strellers Fernbleiben rührte von einem Zweikampf Mitte der zweiten Halbzeit. Zürichs Asmir Kajevic rammte sein Knie derart unglücklich ins Gesicht des Baslers, dass dieser nach heftigem Nasenbluten zwar bis zum Schluss weiterspielen konnte, bei der Aktion aber einen Bruch des Nasenbeins erlitt.

Auch Dragovic ist verletzt

Zum Captain gesellt sich ein zweiter Basler, der den wichtigen Sieg mit einer Verletzung bezahlte. Innenverteidiger Aleksandar Dragovic biss, nachdem er vor der Pause auf dem glitschigen Letzigrund-Rasen umgeknickt war, bis zur 75. Minute durch. Dann aber liessen die Schmerzen im Knöchel kein Weiterspielen mehr zu.

Bei Streller sieht es gut aus, dass er am Samstag gegen YB auflaufen kann – mittlerweile sind die bei Gesichtsverletzungen üblichen Karbonmasken so weit entwickelt, dass sie die Spieler kaum mehr behindern. Offen bleibt der Einsatz von Dragovic. Es komme darauf an, wie der Knöchel in den nächsten Tagen heilen werde, schreibt der FCB auf seiner Homepage.

Alles anders im Trainingslager?

Bei den physischen Wunden blieb es, nachdem der FC Basel unter Murat Yakin im dritten Anlauf das erste Mal gewinnen konnte. In Jubel auszubrechen, davor jedoch hütete man sich. Noch sind die Negativ-Erlebnisse der Woche zuvor zu präsent. Und der Rückstand auf Tabellenführer GC trotz dessen Niederlage in Genf zu gross. Acht Punkte trennen die beiden Teams und damit mehr, als es laut Streller am Ende der Vorrunde sein sollten. «Unser Ziel muss es sein, fünf bis sechs Punkte hinter GC zu überwintern», gab er in der letzten Woche die Parole aus.

Murat Yakin sagte nach der Partie in Zürich, dass für ihn die Tabelle momentan zweitrangig sei. «Wir haben zwar gewonnen. Aber auch noch so viel zu tun, dass wir uns darauf konzentrieren sollten.» Konkret will Yakin in den verbleibenden sechs Wochen mit zehn Spielen jene paar Dinge konservieren, die er seit seinem Amtsantritt einbrachte. In Yakins Ausführungen fällt immer wieder das Wort «Flexibilität». Mit Valentin Stockers neuer Rolle im zentralen Mittelfeld und der Verpflanzung Alex Freis auf den linken Flügel praktizierte er diese nach aussen am deutlichsten.

Weiter lässt Yakin durchschimmern, dass er noch viel mehr zu ändern im Sinn hat. Ihm aber wegen des dicht gedrängten Programms bis zur Winterpause die Zeit fehlt, dies im Training einzustudieren. «Seit ich hier bin, hatten wir zwei Einheiten, in denen wir konkret an Dingen arbeiten konnten.» Yakin verweist auf das Trainingslager im Januar, in dem er seine Vorstellungen vollends einbringen will. Bis dahin geht es darum, möglichst viele Punkte zu holen. Also um das Wichtigste im Fussball, besonders für den FCB.