Fussball

Attacke nach roter Karte: Junior prügelt Schiedsrichter spitalreif

Ausgangspunkt für Spielabbruch in Beinwil

Schiedsrichter zückt rote Karte und wird zusammengeschlagen.

Ausgangspunkt für Spielabbruch in Beinwil

Weitere Brutalo-Attacke auf dem Fussball-Platz: Ein Junior des Fussballteams Russikon/Fehraltorf ZH hat den Unparteiischen nach dem Spiel spitalreif geschlagen, weil er die Niederlage nicht akzeptieren wollte.

Es passierte nach dem Abpfiff des Junioren-A-Fussballspiels zwischen Gossau und dem Team Russikon-Fehraltorf am vergangenen Sonntag: Ein Spieler von Russikon-Fehraltdorf ging auf den Unparteiischen los und drosch auf ihn ein - solange, bis der Schiri bewusstlos am Boden lag. Darauf musste er ins Spital gebracht werden, wie «Tele Züri» berichtet.

Der Schiedsrichter packte am Mittwochabend gegenüber dem Sender aus und erzählte, wie sich das Ganze ereignet hat. Demnach sei der Match bereits vorbei gewesen, als ein Spieler von Russikon-Fehraltorf auf ihn zu kam und ihm alle Schande ins Gesicht sagte. Der Schiri zeigte ihm darauf die rote Karte.

A-Junior prügelt Schiri spitalreif

A-Junior prügelt Schiri spitalreif

Geschlagen bis er zu Boden ging

In der Folge sei der Spieler durchgedreht und habe auf ihn eingedroschen bis er am Boden lag. Ein Schlag traf den 44-jährigen Mann, der gegenüber dem Sender anonym bleiben wollte, genau auf die Schläfe.

Damit aber nicht genug: Der Jugendliche habe weiter auf ihn eingeprügelt. Inzwischen hatten sich auch die Zuschauer ins Geschehen eingemischt, sie stürmten das Spielfeld.

Der Schiedsrichter musste mit Verdacht auf Schädelbruch und Hirnblutung ins Spital eingeliefert werden.

Polizei ermittelt

Auch die Kantonspolizei Zürich ist ausgerückt, weil ein Strafantrag gestellt worden ist. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft.

Er habe noch immer Schmerzen, sagt der Schiri gegenüber «Tele Züri».

Der Präsident des Gastgebers FC Gossau, Adrian Keller, ist über den Vorfall sehr betroffen und erinnert die Clubs an ihre Vorbildsfunktion.

Und sagt auch:«Wer die Unabhängigkeit und die Immunität des Schiedsrichters nicht akzeptieren kann, der hat auf dem Fussballplatz nichts verloren.»

Ausgeschlossen - für immer

Der Fussballverband der Region Zürich erklärt gegenüber TeleZüri, dass dies wohl die schlimmste Attacke auf einen Schiedsrichter seit mindestens sechs Jahren gewesen sei.

Ob der fehlbare Spieler jemals wieder spielen darf, das entscheidet der Schweizerische Fussballverband. In der Regel werden solche Vergehen jedoch nach zwei Jahren bereits begnadigt.

Ob der Spieler so rasch wieder auf den Rasen zurückkehrt, ist nicht gesagt. Sein Verein hat ihn per sofort und für immer ausgeschlossen.

Ob der betroffene Schiedsrichter jemals wieder ein Spiel pfeifen wird, weiss er nicht. Er wolle die Winterpause nutzen um darüber nachzudenken, sagte er zu «TeleZüri».

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1