Challenge League
Atemlos an die Macht: Sforzas FC Wohlen nicht zu bremsen

Der FC Wohlen sprintet beim 4:0-Heimsieg über Biel zum nächsten Vollerfolg. Die Freiämter ballern den Gegner dank einer erneut überragenden Teamleistung aus der Niedermatten. Rapp, Buess, Ramizi und Brahimi treffen vor 1320 begeisterten Zuschauern.

Hannes Hurter
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Bilder vom Spiel Wohlen - Biel
10 Bilder
Samir Ramizi (oben) jubelt nach seinem Treffer mit Simone Rapp (unte, beide Wohlen).
Trainer Ciriaco Sfora (rechts) mit Dylan Stadelmann (beide Wohlen).
Roman Buess (links, Wohlen) mit einem Fallrückzieher gegen Mirko Salvi (links, Biel).
Simone Rapp (hinten, verdeckt) erzielt das 1:0 für Wohlen gegen Jeremy Maniere (Biel).
Roman Buess (vorne, Wohlen) gegen Michael Silberbauer (hinten, Biel).
Die Wohler und Bieler Spieler sind bereit.
Aufwärmen in der Wohler Niedermatten vor dem Spiel gegen Biel.
Wohlens Torhüter schiessen sich gegenseitig warm.
Ciriaco Sforza empfängt mit dem FC Wohlen das Challenge-League-Schlusslicht Biel.

Bilder vom Spiel Wohlen - Biel

Alexander Wagner

Grosses Kino in der Niedermatten! Ein Heimspiel des FC Wohlen ist derzeit vergleichbar mit einem Konzertbesuch bei Helene Fischer: Ciriaco Sforza schafft es wie die deutsche Schlager-Queen, dass die Besucher glücklich und zufrieden nach Hause gehen. Wohlen bleibt nach dem klaren Heimsieg die Macht in der Challenge League und baut den Vorsprung auf üppige acht Punkte aus!

Achter Sieg im elften Spiel
Die nackten Zahlen untermauern die momentan herausragende Verfassung des FC Wohlen: Das 4:0 war bereits der achte Sieg im elften Meisterschaftsspiel! Torhüter Kiassumbua und seine Vorderleute blieben zum sechsten Mal ohne Gegentor: Der FC Wohlen ist auf Rekordkurs!
„Momentan zeigt die Mannschaft eine grossartige Performance“, sagt Ciriaco Sforza. „Wir spielen Tempofussball, der Spass macht. Das Team hat seine Stärken gegen Biel voll ausgespielt.“ In der Tat: Unter den Augen von FC-Basel-Scout Marco Walker bringt Simone Rapp den FCW schon nach sieben Minuten und einer Massflanke von Buess mittels herrlicher Direktabnahme in Führung.

Die einzige Änderung gegenüber der Partie in Wil: Sforza brachte den wieder genesenen Kevin Pezzoni für Simon Grether als Schaltzentrale vor der Abwehr. Während Biel vor der Pause noch dagegenhalten kann, überfährt der „Wohlen-Express“ die Seeländer nach dem Wechsel regelrecht: Flanke von Shooting-Star Urtic, Kopftor Buess (2:0/60.); Flanke Rapp, Kopftor Ramizi (3:0/65.) – der Mist war geführt. Brahimi erhöhte bei Anbruch der Schlussphase auf 4:0.

Biel-Trainer restlos bedient
Der neue Biel-Trainer Jean-Michel Aeby war restlos bedient: „Unsere individuellen Fehler waren entscheidend. Aber Wohlen spielt auch sackstark.“ FCW-Mittelfeldpuncher Joël Geissmann meinte: „Wir haben wieder einmal alles richtig gemacht. Derzeit besitzen wir ein riesiges Selbstvertrauen, bleiben aber trotzdem auf dem Boden.“ Ist der FCB schon im Hinterkopf? Geissmann: „Der FC Basel interessiert uns jetzt noch nicht, Basel ist für uns wie ein Dessert.“

Der Champions-League-Teilnehmer gibt sich in gut drei Wochen beim Cup-Achtelfinal im Freiamt die Ehre. Vorerst erhalten die Wohler Spieler von ihrem Trainer eine Verschnaufpause. Sforza sagt: „Die Jungs haben uns in dieser Saison bislang etwas Grosses gegeben. Nun haben sie sich ein paar freie Tage verdient.“
17 Spiele ohne Niederlage
Die letzte Mannschaft, die den FC Wohlen in einem Pflichtspiel bezwingen konnte, war Super-League-Aufsteiger Vaduz beim 3:0 am 4. Mai – vor exakt 154 Tagen. Damit steht Wohlen (saisonübergreifend) bei unglaublichen 17 Spielen ohne Niederlage! Momentan kann kaum etwas die Wohler Euphorie stören. Vielleicht hätten Sforza und Co. einen noch etwas grösseren Zuschaueraufmarsch verdient. Sollte die Niedermatten dereinst so gefüllt sein wie die Stadien bei Helene Fischer, das Freiämter Glück wäre wohl perfekt.

Telegramm:
Wohlen - Biel 4:0 (1:0)
1320 Zuschauer. - SR Superczynski. - Tore: 7. Rapp 1:0. 60. Buess 2:0. 65. Ramizi 3:0. 79. Brahimi 4:0.

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