Dass es wenigstens noch zum Unentschieden reichte, verdanken die Argentinier einem Eigentor von Rolf Feltscher. Der in Bülach geborene schweizerisch-venezolanische Doppelbürger, der bei den Grasshoppers fussballerisch gross geworden war und in der Schweiz auch für Lausanne gespielt hat, bezwang fünf Minuten nach der Führung Venezuelas durch Murillo (49.) den eigenen Torhüter. Venezuela hat in der laufenden Kampagne erst einmal gewonnen und liegt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Mit 24 Punkten liegt Argentinien in der Südamerika-Qualifikation nur auf Platz 5. Auch Chile muss als Sechster mit 23 Punkten stark um die Qualifikation bangen. Nur die ersten vier Teams qualifizieren sich direkt, der Fünfte muss in die Barrage gegen ein Team aus Ozeanien.

Argentinien spielt in den letzten beiden Spielen noch zu Hause gegen Peru und in Ecuador Zwei Siege sind nun praktisch Pflicht. Sicher qualifiziert ist bisher nur Brasilien - dahinter haben derzeit Uruguay, Kolumbien und Peru die besten Chancen auf die Teilnahme in Russland.

Kolumbien und Brasilien trennten sich im Spitzenduell 1:1. Nach einem prächtigen Halbvolleyschuss des Chelsea-Spielers Willian von der Strafraumgrenze kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit war das längst qualifizierte Brasilien im Auswärtsspiel gegen Kolumbien auf gutem Weg, im 16. Spiel der südamerikanischen WM-Ausscheidung zum zwölften Mal zu gewinnen.

Das Ausgleichstor durch einen Kopfball von Falcao, dem Goalgetter von Monaco, war indessen verdient. Bei beiden Toren verdienten sich auch die Vorbereiter Bestnoten: Neymar vor dem 0:1, Santiago Arias vom PSV Eindhoven vor dem 1:1.

Das im 9. und vorletzten Rang klassierte, längst chancenlose Bolivien besiegte Chile daheim 1:0 und tat damit Argentinien einen grossen Gefallen.