Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Nationalcoach Jorge Sampaoli könnte sich Argentinien (5. Platz/22 Punkte) mit einem Sieg vor den aktuellen Dritten Uruguay (23 Punkte) setzen. Gespielt wird in Montevideo in jener Stätte, die die Rivalität der beiden zweimaligen Weltmeister begründet hat. 1930 besiegte Uruguay die Argentinier im ersten WM-Final im Estadio Centenario 4:2.

Bei Argentinien ist Lionel Messi nach Ablauf seiner Sperre wieder dabei. Am Superstar vom FC Barcelona richtet Sampaoli sein Spiel wenig überraschend aus. Neben Messi sollen Paulo Dybala von Juventus Turin sowie Mauro Icardi von Inter Mailand für Betrieb in Uruguays Abwehr sorgen. In Icardi setzt Sampaoli grosse Hoffnungen: "Wir brauchen einen Stürmer, der nicht nur Tore schiesst, sondern sie auch vorbereiten kann."

Dass der wie Messi in Rosario geborene und in jungen Jahren nach Spanien ausgewanderte Icardi beides kann, hat er schon bewiesen. Der 24-Jährige hat in 148 Spielen für Inter 82 Tore erzielt, am Wochenende traf der Captain der Mailänder zweimal gegen die AS Roma. Für die Nationalmannschaft Argentiniens hat er dennoch erst einen Einsatz absolviert.

"Die Realität ist, dass wir in Russland derzeit nicht dabei sind - und nur noch wenig Zeit bleibt", weiss Sampaoli um die Bedeutung der Partie. Für die WM im nächsten Sommer qualifizieren sich in Südamerika nur die ersten vier Nationen direkt, der Fünfte muss in die Barrage gegen ein Team aus Ozeanien. Der Tabellenerste Brasilien hat sich bereits für die WM qualifiziert.