Stéphane Chapuisat war am 31. August 1996 - wie auch Karabachs Trainer Gurban Gurbanow beim damaligen Gegner - Einwechselspieler, als sich die Schweiz beim 0:1 gegen Aserbaidschan eine der grössten Blamagen ihrer Länderspiel-Geschichte leistete. Schon damals war der Rasen im Tofik-Bachramow-Stadion von Baku gemäss dem heutigen Chefscout von YB in miserablem, vielleicht sogar noch schlechterem Zustand. Zuletzt beschwerten sich vor drei Wochen schottische Medien nach dem Auswärts-Auftritt von Celtic Glasgow gegen Karabach (0:0) trotz des Weiterkommens über das "Geläuf", das von der Beschaffenheit eher einer Pferderennbahn denn einem Fussballplatz ähnelt. Die Grasnarbe ist ziemlich knapp erkennbar.

Am Vortag des Spiels von YB in der Hauptstadt Aserbaidschans trafen sich die beiden Klubvertreter mit UEFA-Delegierten zum Austausch. Die UEFA legte nach einer Platzinspektion fest, dass keine "gesundheitsgefährdenden Umstände" vorlägen. Zumal es in Baku sechs verschiedene Fussballstadien gibt, darunter ein erst im März für die Europa Games eröffnetes mit einem Fassungsvermögen von über 68'000 Zuschauern, wäre eine Verschiebung möglich gewesen.

Nun wird das Rückspiel zwischen dem aserischen Meister Karabach Agdam und YB wie geplant am Donnerstagabend um 18 Uhr Schweizer Zeit im Tofik-Bachramow-Stadion stattfinden. Die Young Boys müssen dabei eine 0:1-Hypothek wettmachen.