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Aarau-Trainer René Weiler: «Die Kritik ist völlig fehl am Platz»

René Weiler wehrt sich nach dem Cupaus in St. Gallen gegen die Kritik.

René Weiler wehrt sich nach dem Cupaus in St. Gallen gegen die Kritik.

Nach dem 0:4 gegen St. Gallen spricht Aarau-Trainer René Weiler über Fehler, Qualität und Fortschritte. Bisher habe die Mannschaft eine sehr gute Saison gespielt.

René Weiler, sind Sie ein selbstkritischer Trainer?

René Weiler: Logisch bin ich das. Worauf wollen Sie hinaus?

Auf das 0:4 im Cup-Achtelfinal in St. Gallen. Was wurde falsch gemacht?

Die meisten Resultate entstehen nach Fehlern. Verliert man ein Spiel, haben Mannschaft und Trainer Fehler gemacht. Wer aber denkt, dass ein solches 0:4 gegen St. Gallen aus Aarauer Sicht völlig überraschend ist, versteht zu wenig von Fussball.

Wie meinen Sie das?

Wenn beim FC Aarau nicht sämtliche Spieler an ihre Leistungsgrenzen gehen, wird es in der Super League gegen jede Mannschaft schwierig. Viele vergessen zu schnell, woher wir kommen und wer wir sind.

Ist St. Gallen für den FC Aarau also eine Nummer zu gross?

Sagen wir es mal so: Wir waren für den FC St. Gallen das, was der FC St. Gallen in der Europa League für Valencia war. Wir sind zwar fähig, jeden Gegner vor Probleme zu stellen, wir sind jedoch in fast allen Spielen Aussenseiter. Dies hat einzig und allein mit Qualität zu tun. Unsere Spieler entwickeln sich gut und machen stetig Fortschritte. Man muss doch endlich zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht mehr in der Challenge League sind und die Super League eine ganz andere Herausforderung ist.

Ist die harsche Kritik am 0:4 in St. Gallen berechtigt oder nicht?

Diese Kritik ist völlig fehl am Platz, auch wenn wir an diesem Tag bestimmt nicht unser bestes Spiel gezeigt haben.

Nicht das beste Spiel ist gut gesagt, die Leistung in der zweiten Halbzeit war schlecht ...

... wenn wir so denken, werden wir unsere ehrgeizigen Ziele nicht realisieren können. Der FC Aarau gehört aktuell zu den besten zehn Mannschaften in der Schweiz und das will er auch bleiben. Ich wünsche mir von allen dem FC Aarau nahe stehenden Personen realistisches und positives Denken und vor allem vollumfängliche Unterstützung. Das in guten wie in schlechten Momenten.

Der bisherige Saisonverlauf des FC Aarau entspricht einer Achterbahnfahrt. Mal oben, mal unten – sehen Sie das anders?

Lausannes einziges Ziel ist es, den FC Aarau hinter sich zu lassen. Die Waadtländer sprechen nie über andere Mannschaften wie den FC Zürich, Sion und Thun, die in ihrer Reichweite liegen würden. Wir holten bis jetzt immer wieder Punkte, boten einige unterhaltsame Spiele und hatten noch nie ein anhaltendes Tief. Wir spielen bisher eine sehr gute Saison.

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