Europa Leage

5 Gründe, warum der FC Basel heute Abend gegen Chelsea gewinnt

Ein Team – ein Ziel: Der FC Basel im Training vor dem grossen Spiel

Ein Team – ein Ziel: Der FC Basel im Training vor dem grossen Spiel

Eine gewaltige Aufgabe wartet heute Abend auf den FC Basel. Doch es gibt mindestens fünf gute Gründe, weshalb die Basler heute als Gewinner vom Platz gehen können.

1. Die Heimstärke unter Murat Yakin

Seit Murat Yakin am 15. Oktober 2012 das Zepter beim FC Basel übernommen hat, gingen die Spieler im St. Jakob-Park noch nie als Verlierer vom Platz. 13 Spiele, 12 Siege, ein Unentschieden. Erst im zwölften Heimspiel unter Yakin setzte es das erste Mal Gegentore ab (Rückspiel gegen Tottenham). Insgesamt hat Rotblau seit 17 Partien zuhause nicht mehr verloren, die letzte Heimpleite datiert vom 21. August 2012, als der noch von Heiko Vogel gecoachte FCB im Hinspiel der Champions-League-Playoffs 1:2 gegen Cluj verlor.

2. Die Chelsea-Profis spielen gegen, die FCB-Profis für ihren Trainer

Chelsea-Coach Rafael Benitez wird den Klub am Ende der Saison verlassen. Seit der Spanier im November vom Italo-Schweizer Roberto Di Matteo übernommen hat, ist das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer gespalten. Benitez demütigt die Klubikonen John Terry und Frank Lampard, indem er sie immer wieder auf die Ersatzbank setzt. Die beiden haben innerhalb der Mannschaft viel Einfluss und dürften mitverantwortlich dafür sein, dass Benitez bald Ex-Trainer ist. Vor kurzem soll es laut englischen Medien zu einem handfesten Streit zwischen Terry und Benitez gekommen sein, weil der Captain wieder mal nur Ersatz war.

Beim FCB hingegen stehen die Spieler voll hinter Murat Yakin. „Wir vertrauen ihm blind", sagte Captain Marco Streller im Interview mit der „Nordwestschweiz". Yakin zieht die Spieler in seine Überlegungen mit ein, obwohl ständig Spieler mit Stammplatz-Potenzial auf der Bank sitzen, gibt es innerhalb der Mannschaft keinerlei Unruhen.

3. Chelsea wird den FCB unterschätzen

Obwohl Benitez an der Pressekonferenz sagte, Basel sei eine sehr gute Mannschaft und habe den Einzug in den Europa-League-Halbfinal verdient, ist der Schweizer Fussball auf der Insel immer noch eine sehr kleine Nummer. Die Chelsea-Stars treten mit dem Selbstverständnis, aktuelle Titelträger der Champions League zu sein, auf und sehen die Basler wohl nur als tiefe Hürden auf dem Weg in den Europa-League-Final.

Auch die englischen Journalisten interessieren sich nicht so recht für den FCB: An der Pressekonferenz vor dem Spiel war das Hauptthema die Beissattacke von Liverpool-Stürmer Luis Suarez gegen Chelsea-Verteidiger Ivanovic. Trainer Benitez musste von sich aus auf Basel zu sprechen kommen, damit das Thema überhaupt Platz in der Pressekonferenz fand.

4. Die Premier League ist für Chelsea wichtiger als die Europa League

Das gilt auch für den FCB, der in erster Linie die Super League gewinnen will. Für Rotblau ist die Europa League jedoch ein Highlight, während man in England für diesen Wettbewerb nur ein müdes Lächeln übrig hat. Der FC Chelsea muss so schnell wie möglich in der Champions Leauge spielen, das ist sein Anspruch. Dafür muss er in der heimischen Meisterschaft Rang drei erreichen, um direkt für die Königsklasse qualifiziert zu sein. Die „Blues" liefern sich einen Dreikampf mit Arsenal und Tottenham um die Königsklasse. Apropos Tottenham: Als das Ausscheiden der Spurs gegen Basel feststand, interessierte das die Medien nur am Rande. Vielmehr stellten die Journalisten nach dem Spiel Fragen, wie Trainer Villas-Boas die Endphase in der Premier League in Angriff zu nehmen gedenke.

5. Federer-Rasen-England: Eine gute Kombination aus Schweizer Sicht

Tennisgott Roger Federer, der prominenteste Fan des FC Basel, sitzt heute im St. Jakob-Park auf der Tribüne. Federer-England-Rasen, das ist eine erfolgversprechende Kombination. Der gebürtige Basler gewann auf dem heiligen Rasen in Wimbledon, wie Chelsea ein Stadtteil von London, sieben Mal den Titel. Allein seine Aura dürfte die Basler zu neuen Höhenflügen animieren.

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