WM14
4:0-Sieg – Deutschland schiesst sich gegen Portugal warm

Traumstart nach Mass für Deutschland. Die Deutschen bezwingen den wohl härtesten Gruppengegner Portugal klar mit 4:0. Müller gelingen drei Tore, Pepe flog mit Roter Karte frühzeitig vom Platz.

Renato "Rui Patricio" Schatz
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Deutschland-Portugal: Die Bilder
27 Bilder
Torhüter Rui ist chancenlos
Hattrick! Müller trifft vom Elfmeterpunkt, später folgen zwei weitere Tore - Weltklasse!
Deutschland demontiert Portugal in der ersten Halbzeit
Hummels trifft per Kopf zum 2:0
Hummels nimmt Gratulationen nach dem 2:0-Treffer entgegen
Spielentscheidend: Hitzkopf Pepe fliegt vor der Pause vom Platz
Rote Karte vor der Pause für den portugiesischen Real-Star Pepe
Pepe erwischte Thomas Müller mit der Hand im Gesicht, der zu Boden ging
Pepe hatte gar keine Freude, der Schiri taxiert diese Szene als Kopfstoss
Portugal war mit der Schiri-Leistung des Serben nicht zufrieden
Hummels musste verletzt vom Platz
Angela Merkel stattet einen Kurzbesuch ab in Brasilien und freut sich über die Deutschland-Tore
Mesut Özil in Ballbesitz
Mario Götze, Profiteur vom Reus-Ausfall, rackert und kämpft
Ronaldo blieb in der ersten Halbzeit blass
Das deutsche Team
Das portugiesische Team
Aber Hallo! Vor dem Spiel strahlten die portugiesischen Schönheiten noch - nach dem Spiel wohl weniger
Die Teams sind bereit zum Topspiel der Gruppe G

Deutschland-Portugal: Die Bilder

Keystone

Deutschland hat an der WM in Brasilien einen Traumstart erwischt. Das Team von Joachim Löw deklassierte Portugal, den mutmasslich stärksten Gegner in der Gruppe G, mit 4:0. Thomas Müller, der Torschützenkönig der letzten WM, erzielte drei Treffer.

Die Partie in Salvador war bereits zur Pause entschieden. Deutschland führte in seinem 100. WM-Match 3:0 und Portugal durfte nur noch auf zehn Mann zurückgreifen. Während in der ersten Halbzeit praktisch alles für die DFB-Equipe gelaufen war, trat für die Lusitaner das Worst-Case-Szenario ein.

Portugal konnte gar nie in einen Rhythmus finden, weil es schon früh einen Rückschlag nach dem anderen einstecken musste. Die Entwicklung des Spiels verhinderte auch, dass Cristiano Ronaldo entscheidend auf das Geschehen Einfluss nehmen konnte. "CR7" war bei den vier deutschen Innenverteidigern, die in der deutschen Startelf gestanden hatten, gut aufgehoben.

Ein Penalty und eine rote Karte

Der deutsche Triumphzug hatte in der elften Minute seinen Anfang genommen. Mario Götze konnte sich im gegnerischen Strafraum behaupten und wurde von Joao Pereira zurückgehalten. Der serbische Schiedsrichter Milorad Mazic entschied auf Penalty. Thomas Müller verwertete den Strafstoss souverän. Bei den Deutschen war der Ärger darüber verflogen, dass Sami Khedira kurz davor aus rund 25 Metern Torentfernung das leere Gehäuse verfehlt hatte.

Spanien und Uruguay hatte es nicht gut getan, dass sie per Penalty mit 1:0 in Führung gegangen waren, den Deutschen aber gab der Treffer Sicherheit. Das 2:0 fiel nach einem Corner. Toni Kroos flankte und Mats Hummels nickte in der Mitte ein (32.). Die Abwehr-Recken Pepe und Bruno Alves hatten sich vom Dortmunder Verteidiger düpieren lassen.

Für Pepe war die Partie fünf Minuten später beendet. Der Ungestüme von Champions-League-Sieger Real Madrid liess sich durch den aufsässigen Müller zu einer Unsportlichkeit hinreissen, worauf ihm der Unparteiische die rote Karte zeigte. In Unterzahl wurde für die Portugiesen die ohnehin schon schwierige Aufgabe noch komplizierter. Ihre letzten Hoffnungen verflogen durch Müllers 3:0 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Auch bei diesem Treffer hatte Kroos den Assist geliefert. In der 78. Minute machte Müller seine Triplette mit einem Abstauber perfekt.

Kein Einsatz für Klose und Schweinsteiger

Ein Einbruch der Deutschen, wie sie ihn beim 4:4 in der WM-Qualifikation gegen Schweden erlitten hatten, war nie realistisch. Zum missglückten Auftritt der Portugiesen passte, dass auch noch Sturmspitze Hugo Almeida und Fabio Coentrao wegen Verletzungen ausgewechselt werden mussten. Der Wermutstropfen für die Deutschen war, dass Mats Hummels angeschlagen vom Feld humpelte.

Wie stark die DFB-Equipe ist, werden auch ihre nächsten Spiele offenbaren müssen. Wie reagiert sie, wenn eine Partie einmal nicht von Anfang an den gewünschten Lauf nimmt? Fürs erste hat sie aber ein lautes Signal ausgesendet. Und dies, obwohl sich Bundestrainer Joachim Löw gegen Portugal den Luxus leisten konnte, auf Hochkaräter wie Miroslav Klose (132 Länderspiele, 14 WM-Tore) und Bastian Schweinsteiger (102 LS) zu verzichten und Lukas Podolski (114 LS) 80 Minuten auf der Bank zu lassen.

Deutschland - Portugal 4:0 (3:0)

Arena Fonte Nova, Salvador. - 50'000 Zuschauer. - SR Mazic (Ser). - Tore: 12. Müller (Foulpenalty) 1:0. 32. Hummels 2:0. 45. Müller 3:0. 78. Müller 4:0.

Deutschland: Neuer; Boateng, Mertesacker, Hummels (73. Mustafi), Höwedes; Khedira, Lahm, Kroos; Müller (82. Podolski), Özil (62. Schürrle), Götze.

Portugal: Rui Patricio; Joao Pereira, Bruno Alves, Pepe, Fabio Coentrao (65. Andre Almeida); Joao Moutinho, Miguel Veloso (46. Ricardo Costa), Raul Meireles; Nani, Hugo Almeida (28. Eder), Cristiano Ronaldo.

Bemerkungen: 28. Hugo Almeida verletzt ausgeschieden. 37. Rote Karte gegen Pepe (Unsportlichkeit). 64. Fabio Coentrao verletzt ausgeschieden. 73. Hummels verletzt ausgeschieden. - Verwarnung: 11. Joao Pereira (Foul).