WM14
2:1-Sieg: Die Schweiz schlägt Ecuador in allerletzter Sekunde

Die Schweiz gewinnt gegen Ecuador 2:1 dank Toren von Admir Mehmedi und einem Last-Minute-Treffer von Haris Seferovic. Beide wurden sie eingewechselt.

Drucken
Teilen
Schweiz-Ecuador: Die Bilder zum Spiel
41 Bilder
Haris Seferovic trifft zum 2:1-Siegtreffer in der allerletzten Sekunde
Haris Seferovic trifft in der allerletzten Sekunde zum 2:1-Siegtreffer der Schweiz!
Die Schweizer jubeln nach dem Schlusspfiff
Die Schweizer bedanken sich bei den Fans für die Unterstützung
Die Ecuadorianer schleichen nach dem Schlusspfiff enttäuscht vom Platz
Die Ecuador-Fans am Boden zerstört
Kopfball, Tor! Admir Mehmedis 1:1-Ausgleichstreffer
Einwechselspieler Admir Mehmedi trifft zum 1:1-Ausgleich
Djourou sieht nur Geld nach einer Notbremse
Djourou kämpft und zeichnet sich als defensiv besten Verteidiger der Schweiz aus
Der Kopfball von Enner Valencia, der zur 1:0-Führung der Südamerikaner führt Kein Schweizer steht bei dem Ecuadorianer
Torhüter Diego Benaglio ist machtlos
Ecuador jubelt
Der Torschütze Enner Valencia
Johan Djourou ist einen Schritt zu spät
Valon Behrami im Zweikampf mit dem späteren Torschützen Enner Valencia
Gökhan Inler im Zweikampf mit Jefferson Montero
Behrami im Zweikampf mit Felipe Caicedo
Shaqiri im Einsatz
Das Schweizer Team gegen Ecuador
Die Teams stehen bereit
Hopp Schwiiz! Die ersten Fans sind da
Schweizer Fans stimmen schon vor dem Stadion an - grossartige Stimmung!
Auf dem Weg ins Stadion am Sonntagmorgen in Brasilia
Das Stadion, in dem die Schweiz gegen Ecuador spielt
Das Abschlusstraining der Schweizer Nati im Stadion von Brasilia
Das Stadion in Brasilia aus der Vogelperspektive
Die Schweizer Nati im Lauftraining - Jetzt gilts ernst!

Schweiz-Ecuador: Die Bilder zum Spiel

Keystone

Haris Seferovic hat der Schweiz bei ihrem WM-Auftakt mit seinem Tor in der 93. Minute einen 2:1-Sieg gegen Ecuador beschert. Dieser Treffer wurde ebenso wie das 1:1 von Admir Mehmedi (47.) durch Aussenverteidiger Ricardo Rodriguez vorbereitet.

Ottmar Hitzfelds "Joker" haben also gestochen. Seferovic wurde erst in der 75. Minute eingewechselt, Mehmedi zur Pause.

Nach 22 Minuten war die Schweiz in Rückstand geraten. Nach einem Foul von Stephan Lichtsteiner durfte Ecuador auf seinem linken Flügel einen Freistoss treten.

Walter Avoyi brachte den Ball zur Mitte, wo Enner Valencia, sein Klubkollege bei Pachuca in Mexiko, per Kopf ins Netz traf. Der Stürmer war völlig ungedeckt. Die Zuordnung bei den Schweizern hatte überhaupt nicht gestimmt.

Das Tor hatte zur Folge, dass sich Ecuador fortan in die eigene Platzhälfte zurückzog. Für die Schweizer wurde die Aufgabe im Angriff komplizierter, weil sich ihnen kaum mehr Räume boten. Entsprechend schwer taten sie sich bis zur Pause - auch weil in ihrem Aufbau das Tempo fehlte.

Zum ersten Erfolg kamen die Schweizer zu Beginn der zweiten Halbzeit. Admir Mehmedi, keine zwei Minuten im Spiel nach seiner Einwechslung für Valentin Stocker, lenkte mit dem Kopf eine Corner-Flanke von Ricardo Rodriguez zum 1:1 ab. Vor dem Seitenwechsel noch hatte die SFV-Auswahl aus ihren Standardsituation sehr wenig herausgeholt.

Chancen auf den Siegtreffer hatten vor dem 2:1 beide Mannschaften besessen. Bei Ecuador standen Enner Valencia (59.) und Jefferson Montero (66.) nahe an einem Tor. Bei den Schweizern boten sich Josip Drmic (70.) und Xherdan Shaqiri (73.) aussichtsreiche Möglichkeiten.

Drmic traf gar ins Netz, er wurde jedoch zu Unrecht von den Unparteiischen zurückgepfiffen. Der eine Schiedsrichter-Assistent wollte eine Offside-Position gesehen haben. Die TV-Bilder entlarvten jedoch den Entscheid als falsch.

Die Schweiz hatte das erste WM-Spiel mit der erwarteten Aufstellung in Angriff genommen. Als zweiten Innenverteidiger neben Steve von Bergen nominierte Ottmar Hitzfeld Johan Djourou.

Hitzfeld zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: «Es ist unglaublich, dass wir das geschafft haben. Die Mannschaft hat immer an sich geglaubt. Wir hatten am Ende schon Probleme mit der Höhe von 1100 Metern, da waren uns die Ecuadorianer schon läuferisch überlegen. Ich bin sehr glücklich über die drei Punkte, das ist ein sehr guter Start.»

Ecuadors Trainer Reinaldo Rueda ist enttäuscht: «Wir hatten scheinbar die Spielkontrolle, aber was nutzt das, wenn man am Ende verliert.»

Alles andere als enttäuscht darf Matchwinner Haris Seferovic sein: «Es gibt nichts Schöneres als so ein Tor zu erzielen. Ich hatte bis dahin nicht viele Bälle, aber wenns drauf an kommt, muss man halt bereit sein. Ein grosser Dank gilt meinem Vater. Er hatte heute Geburtstag. Ihm widme ich das Tor.»

Und Admir Mehmedi (Torschütze zum 1:1): «Klar war ich enttäuscht, dass ich nicht von Anfang an hatte spielen dürfen. Aber ich war parat für meinen Einsatz. Als Stürmer muss man dort stehen, wo ich beim 1:1 gestanden bin. Entscheidend war, dass wir nie aufgegeben haben. Die Moral und der Teamgeist haben für uns den Ausschlag gegeben.»

Schweiz - Ecuador 2:1 (0:1)

Estadio Nacional, Brasilia. - 68'351 Zuschauer. - SR Irmatow (Usb). - Tore: 22. Enner Valencia (Freistoss Walter Ayovi) 0:1. 48. Mehmedi (Corner Rodriguez) 1:1. 93. Seferovic (Rodriguez) 2:1.

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, Djourou, von Bergen, Rodriguez; Behrami, Inler; Shaqiri, Xhaka, Stocker (46. Mehmedi); Drmic (75. Seferovic).

Ecuador: Dominguez; Paredes, Guagua, Erazo, Walter Ayovi; Antonio Valencia, Noboa, Gruezo, Montero (76. Rojas); Caicedo (70. Arroyo), Enner Valencia.

Bemerkungen: Beide Teams komplett. Schweizer Ersatzspieler: Ziegler, Senderos, Lang, Barnetta, Sommer, Dzemaili, Fernandes, Bürki, Schär. 69. Tor von Drmic aberkannt (Offside). Verwarnungen: 53. Paredes (Foul). 84. Djourou (Foul).

Lesen Sie den frech geschriebenen Liveticker von Renato Schatz nach:

Aktuelle Nachrichten