Cupfinal
10. Cupsieg im 11. Final – Der FC Zürich besiegt Meister YB mit 2:1

Der FC Zürich belegte seine Cupfinal-Qualitäten ein weiteres Mal. Im neunten Endspiel setzte sich der FCZ zum 10. Mal durch. In Bern besiegte der Aufsteiger den Meister Young Boys 2:1.

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Victor Palsson und seine Teamkollegen lassen der Freude freien Lauf.
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Cupfinal YB - FCZ
Roberto Rodriguez jubelt mit FCZ-Fans nach dem Sieg.
YB Cheftrainer Adi Hütter greift sich frustriert an die Nase.
FCZ-Trainer Ludovic Magnin rennt jubelnd auf das Spielfeld nach dem Schlusspfiff.
Zürichs Assistenztrainer Rene van Eck, Mitte sowie Spieler und Staff feiern ihren Cupsieg.
Zürichs Spieler und Staff feiern ihren Sieg mit dem Pokal.
Zürichs Victor Palsson jubelt.
Frust bei den YB-Akteuren.
YBs Miralem Sulejmani ist enttäuscht.
Die FCZ-Fans feiern.
Zürichs Spieler feiern ihren Cupsieg.
Zürichs Goalie Yanick Brecher feiert den Sieg.
Zürichs Spieler und Staff feiern ihren Sieg.
YBs Miralem Sulejmani, links, trifft gegen Zürichs Goalie Yanick Brecher zum 2:1.
Zürichs Antonio Marchesano, rechts, spielt den Ball zum 2:0 Tor.
Zürichs Antonio Marchesano, rechts, jubelt nach seinem 2:0 Tor.
Zürichs Antonio Marchesano erzielt das Tor zum 0-2 gegen VB-Torhüter Marco Wölfli
Zürichs Sangone Sarr, links, erhält die Gelb-Rote Karte
Zürichs Trainer Ludovic Magnin gibt seinen Spielern Anweisungen.
YBs Loris Benito, links, im Duell mit Zürichs Michael Frey
YBs Miralem Sulejmani reagiert enttäuscht.
Nach seinem Treffer provoziert der gebürtige Münsinger den YB-Trainer bei seinem Jubel. Adi Hütter bleibt aber cool.
Michael Frey bringt die Zürcher in der 11. Minute in Führung.
YB-Stürmer Hoarau steht in den Anfangsminuten nicht im Mittelpunkt des Geschehens.
Der FCZ macht in den ersten Spielminuten mehr Druck als YB. Im Bild: Steve von Bergen gegen Adrian Winter.
Hier hat er noch gut Lachen: YB-Goalie Marco Wölfli kurz vor Spielbeginn. Nach 11 Minuten zappelt allerdings erstmals der Ball hinter ihm im Netz.
Das Objekt der Begierde.
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich
FCZ-Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen die Berner Young Boys durch die Bundesstadt.
Adi Hütter kann in seinem letzten Spiel mit YB das erste Double seit 60 Jahren klar machen. Für FCZ-Coach Ludovic Magnin wäre es der erste Titel als Trainer und die Weiterführung einer bestechenden Serie.
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich
FCZ-Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen die Berner Young Boys durch die Bundesstadt.
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich
Ein Polizist überwacht den Fanmarsch der FCZ-Anhänger in Bern.
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich
FCZ-Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen die Berner Young Boys durch die Bundesstadt.
FCZ-Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen die Berner Young Boys durch die Bundesstadt.
FCZ-Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen die Berner Young Boys durch die Bundesstadt.
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich
Ein Zürcher Fan kletter auf einen Balkon.
FCZ-Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen die Berner Young Boys durch die Bundesstadt.
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich
FCZ-Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen die Berner Young Boys durch die Bundesstadt.
YB-Fans beim Fanmarsch vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich b
FCZ-Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen die Berner Young Boys durch die Bundesstadt.
YB-Fans marschieren vor dem Schweizer Fussball-Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich zum Stade de Suisse in Bern.
Bern im Bann des Cupfinals: YB-Fans auf dem Weg ins Stadion.

Victor Palsson und seine Teamkollegen lassen der Freude freien Lauf.

Keystone

Für die Szenen mit Raffinesse und Emotionen war in den entscheidenden Phasen ausnahmslos der FC Zürich besorgt – mehrfach mittendrin der frühere YB-Junior Michael Frey. Mit seinem 1:0 (11.) gab der bullige Angreifer früh den Tarif bekannt und die Richtung vor.

Im Sog Freys legte der Aufsteiger von Minute zu Minute an Selbstvertrauen zu. Und selbst in Unterzahl liess er sich nicht mehr abdrängen – im Gegenteil: Antonio Marchesano schloss ein wunderbares Solo mit dem wegweisenden 2:0 (74.).

Nach Sulejmanis Kopfballtor hatten die personell dezimierten Zürcher im Finish zwar noch ein paar heikle Situationen zu überstehen, mehr liessen sie nicht zu. Deshalb war der letzte Sprint eines unterhaltsamen Nachmittags Ludovic Magnin vorbehalten: In seiner ersten (halben) Saison als Chef stürmte er im Anzug euphorisiert vor die Kurve der FCZ-Anhänger und mit seinem Verein zum Triumph.

Während Wochen hatten die Young Boys ihren ersten Meistertitel seit 1986 zelebriert. Der Festmarathon hinterliess Spuren, anders ist der überaus laue Auftakt zum Endspiel im eigenen Stadion nicht zu interpretieren. Derweil der Aussenseiter sich sofort energisch Zutritt verschaffte, fehlte beim Champion die Spannung. In verschiedenen Rencontres hinterliess der FCZ einen kompromissloseren Eindruck.

Der Meister hielt nicht Wort. «In unserer letzten gemeinsamen Woche werden wir noch intensiver arbeiten und alles abrufen», hatte Adi Hütter im Vorfeld betont. Seine Botschaft verflüchtigte sich. Nach 101 teilweise hochklassigen Liga-Spielen mit 223 Treffern endete die Ära Hütters enttäuschend. YB blieb nicht nur torlos, sondern auf dem Weg zur vierten Cup-Final-Niederlage in Folge auch weitgehend emotionslos.

Winner Frey

Zum Winner avancierte gleichwohl ein gebürtiger Berner: Michael Frey. Der Stürmer ist während seiner Karriere selten einer Konfrontation ausgewichen – Mit- und Gegenspieler inklusive. Der 23-Jährige mit langer YB-Vergangenheit versteht sein Engagement als neuen Anlauf. In einem Klub, «der einen Namen hat, der etwas auslöst», wie er im letzten Sommer immer wieder betonte.

Beim FCZ löste er selber einiges aus. Er markierte in der Liga überdurchschnittlich viele Tore und sorgte auch neben dem Platz für Schlagzeilen. Mitte April wurde er wegen Meinungsverschiedenheiten vorübergehend suspendiert.

Frey, an manchen Tagen der introvertierte Kunstmaler, dann aber wieder impulsiv und egozentrisch, reagierte im Stil des Champions auf die vorübergehende Verbannung: mit sechs Treffern in den letzten fünf Meisterschaftsrunden.

Und wie er das bisherige Highlight seiner Karriere prägte, war eindrücklich. Frey versorgte das Spiel der Zürcher mit Energie. Seine Kraft, sein Enthusiasmus, seine unangenehme Art setzte YB zu.

Magnins grosse Siege und Ansagen

Ludovic Magnin fand einen Weg und Konsens mit Frey. Und der junge Coach löste auch andere Probleme ziemlich souverän. Trotz einer teilweise schwierigen, mehrheitlich unkonstanten Rückrunde erreichte er in der Liga Position 4 und führte Zürich im Knock-out-Wettbewerb zu zwei Siegen mit Strahlkraft: zuerst im Derby gegen GC, dann auf dem Terrain des Super-League-Dominators YB.

Der Romand mit engem Kontakt zum früheren Zürcher Meistercoach Lucien Favre ist keiner, der sich öffentlich zurückhält. Er träumt und denkt gross. «Ich habe höchstens Zweifel, wie lange es dauert, bis ich das Ergebnis der Arbeit sehe, bis die Spieler umsetzen, was ich verlange», sagte er vor wenigen Tagen in einem Interview.

Matchtelegramm

Zürich - Young Boys 2:1 (1:0)

Stade de Suisse, Bern. – 30'000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Jaccottet. – Tor: 11. Frey (Brunner) 1:0. 74. Marchesano (Pa Modou) 2:0. 80. Sulejmani (Ngamaleu) 2:1.

Zürich: Brecher; Thelander, Brunner, Kryeziu; Rüegg, Palsson, Marchesano (78. Schönbächler), Domgjoni (46. Sarr), Pa Modou; Frey (92. Rodriguez), Winter.

Young Boys: Wölfli; Lotomba (46. Schick), Nuhu, Von Bergen, Benito (76. Ngamaleu); Fassnacht, Sanogo, Bertone, Sulejmani; Assalé (59. Nsame), Hoarau.

Bemerkungen: Zürich ohne Dwamena (gesperrt), Nef, Alesevic, Kempter, Maouche, Bangura und Schättin (alle verletzt), Young Boys ohne Mbabu (gesperrt) und Von Ballmoos (verletzt). 67. Gelb-Rote Karte Sarr (Foul). Verwarnungen: 15. Nuhu (Foul). 24. Sanogo (Unsportlichkeit). 24. Frey (Unsportlichkeit). 59. Sarr (Foul). 83. Thelander (Foul). 89. Brecher (Zeitspiel). 93. Schick (Foul).

Bereits ab 8 Uhr haben sich Fans beider Clubs in Bern versammelt und sind danach zu tausenden Richtung Stadion marschiert.

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