Fussball
Keine Überraschungen – Petkovic vertraut den bewährten Kräften

Erwartungsgemäss überstehen Ndoye, Kobel und Zeqiri die Kaderreduktion nicht und müssen aus dem Schweizer Trainingscamp abreisen.

Christian Brägger
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Die EM-Tickets sind vergeben. Vladimir Petkovic darf 26 Spieler mit an die EM nehmen.

Die EM-Tickets sind vergeben. Vladimir Petkovic darf 26 Spieler mit an die EM nehmen.

Michel Canonica

Silvan Widmer hat es zweimal erwischt, 2018 vor der WM und 2016 vor der EM fiel er der Kaderreduktion von Nationaltrainer Vladimir Petkovic zum Opfer. Dieses Mal nicht. Nun sind es andere Schweizer, die abreisen müssen vom Camp in Bad Ragaz, es sind die erwarteten Namen Andi Zeqiri, Dan Ndoye und Gregor Kobel.

Ndoye hat sich bei Nizza nach dem Wechsel von Lausanne schnell etabliert, der Flügel ist ein Spieler für die Zukunft. Dasselbe gilt für Zeqiri, den Stürmer von Permier-League-Klub Brigthon.

Kobel tröstet gewiss der Wechsel zu Dortmund

Bei Kobel geht man sowieso davon aus, dass er dereinst die Nummer eins wird im Schweizer Tor. Kobel wird es trösten, dass er soeben beim ambitionierten Dortmund einen gut dotierten Vertrag bis 2026 (!) unterschrieben hat und damit 15 Millionen Euro dem VfB Stuttgart beschert; die Westfalen planen spätestens mittelfristig mit ihm als Stammgoalie, und falls er Marwin Hitz verdrängt, ist er dies bereits in der neuen Saison.

«Alle 29 Spieler hätten es verdient, die Endrunde zu bestreiten», sagt Petkovic. Er war schon immer ein Nationaltrainer, der seinen Wegbegleitern die Treue hielt, einzig bei den Torhütern zwei und drei schien eine Überraschung im Aufgebot möglich. Nur besetzen Yvon Mvogo und Jonas Omlin ihre Posten auch schon länger.

Heute Morgen: Die Schweizer Nati trainiert in Bad Ragaz.

Heute Morgen: Die Schweizer Nati trainiert in Bad Ragaz.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Petkovic hat also sein 26-Mann-Kader für die EM beisammen, drei mehr als üblich, weil die Uefa wegen Corona das so vorsieht. Es besteht aus 3 Torhütern, 10 Verteidigern und 13 Aufbauern und Stürmern. Der Jüngste ist der 19-jährige Becir Omeragic, der Älteste der 32-jährige Goalie Yann Sommer, der Erfahrenste Captain Granit Xhaka mit 93 Auftritten, der Unerfahrenste Jordan Lotomba (1).

Nach dem Freitag haben die Schweizer nochmals zwei Tage frei. Ehe sie am Montag ein Jahr verspätet endlich nach Baku an ihr erstes EM-Spiel fliegen.

Das Schweizer Aufgebot zum Durchklicken:

Yann Sommer, 17.12.1988 (32), Borussia Mönchengladbach, 60 Länderspiele.
26 Bilder
Jonas Omlin, 10.1.1994 (27), Montpellier HSC, 2 Länderspiele.
Yvon Mvogo, 6.6.1994 (26), PSV Eindhoven, 3 Länderspiele.
Nico Elvedi, 30.9.1996 (24), Borussia Mönchengladbach, 25 Länderspiele, 1 Tor.
Manuel Akanji, 19.7.1995 (25), Borussia Dortmund, 28 Länderspiele, 0 Tore.
Fabian Schär, 20.12.1991, (29), Newcastle, 58 Länderspiele, 8 Tore
Eray Cömert, 4.2.1998 (23), FC Basel, 4 Länderspiele, 0 Tore.
Becir Omeragic, 20.1.2002 (19), FC Zürich, 3 Länderspiele, O Tore.
Ricardo Rodriguez, 25.8.1992 (28), FC Torino, 79 Länderspiele, 8 Tore.
Silvan Widmer, 5.3.1993 (28), FC Basel, 15 Länderspiele, 1 Tor.
Kevin Mbabu, 19.4.1995 (26), Vfl Wolfsburg, 11 Länderspiele, 0 Tore.
Jordan Lotomba, 29.9.1998 (22), Nizza, 1 Länderspiel, 0 Tore
Loris Benito, 7.1.1992 (29), Girondins Bordeaux, 11 Länderspiele, 1 Tor.
Steven Zuber, 17.8.1991 (29), Eintracht Frankfurt, 35 Länderspiele, 7 Tore.
Granit Xhaka, 27.9.1992 (28), Arsenal London, 92 Länderspiele, 12 Tore.
Remo Freuler, 15.4.1992 (29), Atalanta Bergamo, 27 Länderspiele, 3 Tore.
Denis Zakaria, 20.11.1996 (24), Borussia Mönchengladbach, 31 Länderspiele, 3 Tore
Djibril Sow, 6.2.1997 (24), Eintracht Frankfurt, 15 Länderspiele, 0 Tore.
Edimilson Fernandes, 15.4.1996 (25), FSV Mainz, 21 Länderspiele, 1 Tor.
Xherdan Shaqiri, 10.10.1991 (29), FC Liverpool, 89 Länderspiele, 23 Tore.
Admir Mehmedi, 16.3.1991 (30), VfL Wolfsburg, 72 Länderspiele, 10 Tore.
Ruben Vargas, 5.8.1998 (22), FC Augsburg, 11 Länderspiele, 2 Tor.
Christian Fassnacht, 11.11.1993 (27), YB, 6 Länderspiele, 1 Tor
Haris Seferovic, 22.2.1992 (29), Benfica Lissabon, 73 Länderspiele, 21 Tore.
Breel Embolo, 14.2.1997 (24), Borussia Mönchengladbach, 42 Länderspiele, 5 Tore.
Mario Gavranovic, 24.11.1989 (31), Dinamo Zagreb, 29 Länderspiele, 11 Tore.

Yann Sommer, 17.12.1988 (32), Borussia Mönchengladbach, 60 Länderspiele.

Keystone

Das ist das Programm bis zur EM

Das Trainingslager in Bad Ragaz dauert noch bis am kommenden Freitag. Am Donnerstag findet das zweite Testspiel statt. Nach dem 2:1 gegen die USA geht es dann gegen Liechtenstein. Am Freitag findet die letzte Übungseinheit vor dem freien Wochenende statt. An diesem können die Spieler bei ihren Familien noch einmal Energie tanken für die kommenden Wochen. Am Montag fliegt der Schweizer Tross dann nach Aserbaidschan. In Baku findet am Samstag, 12. Juni, das erste Schweizer EM-Spiel gegen Wales statt.

Das Schweizer Aufgebot zum Nachlesen:

Torhüter: Yann Sommer (Mönchengladbach), Jonas Omlin (Montpellier) und Yvon Mvogo (Eindhoven).

Verteidiger: Fabian Schär (Newcastle), Nico Elvedi (Möchengladbach), Manuel Akanji (Dortmund), Ricardo Rodriguez ­(Torino), Becir Omeragic (Zürich), Eray Cömert (Basel), Silvan Widmer (Basel), Kevin Mbabu (Wolfsburg), Loris Benito (Bordeaux) und Jordan Lotomba (Nizza).

Mittelfeld: Granit Xhaka (Captain, Arsenal), Remo Freuler (Bergamo), Denis Zakaria (Mönchengladbach), Xherdan Shaqiri (Liverpool), Djibril Sow (Frankfurt), Edimilson Fernandes (Mainz), Steven Zuber (Frankfurt), Ruben Vargas (Augsburg) und Christian Fassnacht (YB).

Sturm: Haris Seferovic (Benfica Lissabon), Breel Embolo (Mönchengladbach), Mario Gavranovic (Dinamo Zagreb) und Admir Mehmedi (Wolfsburg).

Das Programm der Schweizer Nati bis zur EM

  • Trainingscamp Bad Ragaz: 26.Mai - 4. Juni
  • Testspiel Schweiz – Liechtenstein: 3. Juni, 18:00 Uhr
  • Abflug nach Baku: 7. Juni
  • EM-Gruppenspiele
    Sa, 12. Juni, 15:00 Uhr: Wales – Schweiz
    Mi, 16. Juni, 21:00 Uhr: Italien – Schweiz
    So, 20. Juni, 18:00 Uhr: Schweiz – Türkei