Am übernächsten Wochenende kämpft das Schweizer Fed-Cup-Team gegen Rumänien in Cluj-Napoca um den Verbleib in der Weltgruppe der besten acht Tennisnationen. Die Voraussetzungen sind denkbar schlecht. Teamleaderin Timea Bacsinszky (28, WTA 42) laboriert an einer Verletzung am rechten Handgelenk.

Zwar steht die Romande im Aufgebot, in Lugano zeigte sie sich aber wenig optimistisch, was einen Einsatz gegen Rumänien betrifft. Sie habe den Teamcaptain Heinz Günthardt (59) informiert, dass sie nur dann spiele, wenn sie keine Schmerzen mehr habe. Bacsinszky trainiert derzeit in Biel.

Sicher nicht dabei ist Belinda Bencic (WTA 71). Die 21-Jährige leidet an einer schmerzhaften Entzündung am rechten Fuss. Ihr Programm besteht derzeit aus Aquajogging, Physiotherapie, Fitness, Schallwellentherapie. Wann sie wieder spielen könne, sei völlig offen, sagte sie zur «Schweiz am Wochenende».

Neben Bacsinszky stehen mit Viktorija Golubic (25, WTA 107) und Jil Teichmann (21, WTA 136) nur zwei weitere Spielerinnen im Aufgebot. Bis eine Stunde vor der Auslosung um 12.00 Uhr am Freitag in einer Woche kann Günthardt zwei Spielerinnen ins Aufgebot aufnehmen.

Schnyder ist Rekordspielerin

«Ich mache mir diverse Gedanken, mehr kann und will ich dazu allerdings nicht sagen», sagt der Zürcher. «Sagen wir es so: Es sind derzeit viele Bälle in der Luft.» Wie diese Zeitung erfuhr, ist einer davon Patty Schnyder (39, WTA 149). Günthardt hat die Baselbieterin angefragt, ob sie zur Verfügung stünde.

Schnyder hat zwischen 1996 und 2011 37 Fed-Cup-Begegnungen bestritten, feierte dabei 50 Siege und erreichte 1998 an der Seite von Martina Hingis den Fed-Cup-Final gegen Spanien. Sie ist damit Schweizer Rekordspielerin.

In Lugano musste die Linkshänderin wegen einer Verletzung am Fuss zwar auf eine Teilnahme verzichten, sie wäre aber einsatzbereit. Derzeit trainiert sie an ihrem Wohnort in der Nähe von Hannover mit der deutschen Doppel-Spezialistin Anna-Lena Grönefeld. Eine weitere Alternative ist die Aargauerin Stefanie Vögele (28, WTA 119), die zwar in guter Form ist, in Lugano allerdings erstmals in diesem Jahr auf Sand spielt.

Gegen Rumänien ist das Schweizer Team krasser Aussenseiter. Angeführt werden die Osteuropäerinnen von der Weltranglistenersten Simona Halep. Mit Sorana Cirstea (WTA 28), Irina-Camelia Begu (WTA 38) und Mihaela Buzarnescu (WTA 40) stehen drei weitere Top-40-Spielerinnen im Aufgebot.