ATP-Turnier in Halle

Fünf Bodyguards eskortieren Roger Federer zu seinen deutschen Fans

Roger Federer im Fokus der Fans.

Roger Federer im Fokus der Fans.

Für das Rasenturnier in Halle ist Rekordsieger Roger Federer (36) das wichtigste Faustpfand. Ob er aber gleich fünf Bodyguards braucht, die ihn zu seinen Fans begleiten?

Seit diesem Jahr ist der Roger Federer in Halle mit neun Titeln nicht nur Rekordsieger, sondern mit 16 Teilnahmen auch Rekordteilnehmer. «Sehr schön, ich hoffe, das bleibt auch so», sagt der Baselbieter, als er darauf angesprochen wird. Zuvor hatten ihn die Organisatoren mit einem Kuchen hofiert und damit Federers Rückkehr auf den ersten Platz der Weltrangliste zelebriert. Um an der Spitze zu bleiben, muss der Schweizer seinen Turniersieg wiederholen.

In Halle gibt es eine Roger-Federer-Allee, er hat einen Life-Time-Vertrag, das alles sind aussergewöhnliche Gegebenheiten, auf die man in Halle mächtig stolz ist. Vielleicht lässt man dem Schweizer auch deswegen noch etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen als anderswo. Als er nach einem Training für Erinnerungsfotos posiert und Autogramme an seine deutschen Fans verteilt, wird er gleich von fünf (!) Bodyguards an die Abschrankung begleitet. 

Halle: Fünf Bodyguards für Federer

«Ich bin immer locker drauf»

Obwohl ihm zwischen dem Final in Stuttgart am Sonntag und dem ersten Spiel in Halle am Dienstag nur 48 Stunden bleiben, in denen er zurück in die Schweiz zu seiner Familie fuhr, das Spiel der Schweizer Fussball-Nati gegen Brasilien (1:1) verfolgte und am nächsten Tag nach Westfalen flog, trainierte und auch dort Medientermine wahrnehmen musste, nimmt er sich für seine Anhänger Zeit. «Es ist, als wäre ich das erste Mal hier. Das schätze ich.»

Er gebe immer sein Bestes im Umgang mit den Anhängern. «Ich bin immer locker drauf und ich versuche, allen Wünschen gerecht zu werden, wenn es geht. Ich weiß, da unten stehen eine fast vierfache Reihe von Fans, die Foto- und Autogrammwünsche haben und die wissen wahrscheinlich im Normalfall ich kann nicht alles, aber ich probiere, so viel es geht», sagt Federer. Die Menschen hätten viel Verständnis für die Situation, das schätze er ungemein. 

1. Runde in Halle: Federer besiegt Bedene

Federer ohne Familie in Halle

Erst kürzlich hatte der 36-Jährige erklärt, dass der Umgang mit dem Interesse an seiner Person selbst für ihn nicht immer einfach sei. «Ich verstehe es, wenn Fans ihre Telefone rausholen, um ein Foto von mir zu machen, sie sehen mich ja vielleicht nie wieder und wollen diese Gelegenheit nutzen. Aber was mich als Familienmensch nervt, ist, wenn jemand ein Bild von meinen Kindern macht, ohne zu fragen», sagt Federer. 

Dieses Problem fällt in Halle weg. Die Familie weilt in der Schweiz. Federer, der gegen Aljaz Bedene seinen 17. Sieg auf Rasen in Folge feierte, geniesst am Mittwoch einen freien Tag. Er werde vermutlich nicht einmal trainieren. «Ich bin sicher froh, dass ich eine kleine Pause bekomme.» Sein Gegner in den Achtelfinals vom Donnerstag ist der Franzose Benoit Paire (29, ATP 48). Federer hat alle fünf Duelle gewonnen und dabei keinen Satz abgegeben. 

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