Frauenfussball-WM
Frustabbau: Die Nati lüftet nach der Startniederlage den Kopf

Am Tag nach der schmerzlichen 0:1-Niederlage im Startspiel gegen den Titelverteidiger Japan galt es für das Schweizer Nationalteam an der Frauen-WM in Kanada den Blick wieder nach vorne zu richten.

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Frauenfussball-WM: Die Schweizerinnen pausieren
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Florijana Ismaili, Nicole Remund und Stenia Michel (von links)
Die Gruppe posiert mit farbechten Ballons
Mit dem Ahornblatt auf der Brust gehts auf Botschaftsbesuch
Rachel Rinast, Sandra Betschart und Ramona Bachmann (von links) geniessen die Sonne

Frauenfussball-WM: Die Schweizerinnen pausieren

Keystone

«Der Verarbeitungsprozess darf einen Tag dauern», sagte die Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg. In Einzelgesprächen versuchte die 47-jährige Deutsche mit den Spielerinnen das Geschehene zu verarbeiten. «Danach wollen wir aber den Fokus schnellstmöglich aufs Ecuador-Spiel (Nacht auf Samstag, Anm. d. Red.) legen.»

Da kam der Besuch bei Botschafter Beat Nobs in Vancouver gerade richtig, den die gesamte Delegation unternahm.

Zum Training erschienen nur die elf Spielerinnen, die gegen Japan weniger als 45 Minuten zum Einsatz kamen oder Ersatz waren. Die Stammkräfte begnügten sich im Hotel mit einer leichten Einheit auf dem Velo oder liessen sich pflegen.

So auch die Schweizer Stammtorhüterin Gaëlle Thalmann, die sich bei ihrem Zusammenprall mit der japanischen Stürmerin Kozue Ando eine leichte Prellung zugezogen hatte.

Während bei Thalmann ein Einsatz im nächsten Gruppenspiel nicht gefährdet ist, ist die WM für Ando bereits vorbei. Die Klubkollegin von Ana Maria Crnogorcevic (FFC Frankfurt) zog sich bei der Aktion, die mit Gelb gegen Thalmann und einem Penalty gegen die Schweiz geahndet wurde, einen Bruch des linken Sprunggelenks zu. Sie muss operiert werden.