Davos behauptete sich am 15. Spieltag trotz einer 1:2-Niederlage im Penaltyschiessen in Genf an der Spitze. Verfolger Fribourg (3:2 gegen den ZSC) näherte sich bis auf einen Punkt. In Bern (0:2) akzentuiert sich die Krise, in Rapperswil (0:5 gegen Ambri) ebenfalls.

Der Penalty-Fehlschuss von Rückkehrer Denis Hollenstein blieb folgenlos, weil der lettische Nationalspieler Kaspars Daugavins den HCD-Keeper Leonardo Genoni in der "Zusatzschicht" gleich zweimal überwand. Servettes Tendenz ist aufsteigend. Dank ihrer Kampfkraft und ihrer guten Defensiv-Organisation zwangen die Genfer ein Team in die Knie, das zuvor nur zwei Fehltritte erlitten hatte.

Die Depression von Rapperswil

Die Misere von Rapperswil-Jona nimmt kein Ende. Gegen Ambri bezogen die Ostschweizer beim 0:5 die zehnte Niederlage in Folge. Nach Spielschluss stellte sich der schwer enttäuschte Coach Anders Eldebrink in einem TV-Interview sogar selber infrage. Die Tessiner hingegen verlängerten ihr bereits wochenlanges Hoch auf eindrückliche Weise. Alain Miéville spielte dabei mit vier Skorerpunkten eine massgebliche Rolle. Derweil das Team von Anders Eldebrink am Ende der Tabelle in eine regelrechte Depression gestürzt ist, entpuppen sich die "Biancoblu" als Überraschung der Saison. In der Diners-Club-Arena zelebrierte der HC Ambri-Piotta den sechsten Erfolg in Serie. Das Playoff-Comeback nach bald achtjährigem Unterbruch wird zum Thema.

SCB-Krise?

Im Tief steckt dagegen der SC Bern. Der Meister hat fünf der letzten sechs Spiele verloren. Die Lage beim Schwergewicht der Liga verschärft sich, auch wenn die Führungscrew um Marc Lüthi schon vor der Partie betonte, die Trainerfrage sei keinesfalls aufzuwerfen. Bislang hatte der SCB wenigstens vor eigenem Publikum einigermassen reüssiert - die 0:2-Heimniederlage gegen Lugano wiegt entsprechend schwer. Zur gewünscht guten Unterhaltung passt das Ergebnis gegen Lugano, das bis vor Kurzem selber mehrheitlich enttäuschte, selbstredend nicht.

ZSC dominant

Obschon die Lions Fribourg hart bedrängten und das Spiel im ausverkauften Stadion mehrheitlich dominierten, endete der siebte Auswärtstrip mit der sechsten Niederlage. Benny Plüss erzwang in einer hochklassigen und intensiven Begegnung die Differenz. Zweimal war Gottéron eine Führung entglitten. Die Chance des Abends, zumindest eine Verlängerung zu erreichen, vergab der NHL-Zuzug Guillaume Latendresse Sekunden vor der Schlusssirene - er setzte den Puck neben das leere Tor.

Bieler Heimstärke

In der eigenen Halle pflegt Biel wie verwandelt aufzutreten. Gegen den EVZ erzwangen die Aussenseiter nach einem Abend der Turbulenzen im "Shoot-out" den fünften Heimsieg in Serie. Zum Matchwinner avancierte Lukas Meili, der alle Penaltys der Innerschweizer stoppte.

Resultate: Bern - Lugano 0:2 (0:0, 0:2, 0:0). Biel - Zug 6:5 (2:2, 3:2, 0:1, 0:0) n.P. Fribourg - ZSC Lions 3:2 (2:2, 1:0, 0:0). Genève-Servette - Davos 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0) n.P. Kloten Flyers - Lausanne 4:0 (3:0, 0:0, 1:0). Rapperswil-Jona Lakers - Ambri-Piotta 0:5 (0:1, 0:2, 0:2).

Rangliste: 1. Davos 14/32. 2. Fribourg 15/31. 3. Kloten Flyers 14/30. 4. Ambri-Piotta 14/29. 5. ZSC Lions 15/26. 6. Genève-Servette 14/20. 7. Lausanne 15/19. 8. Zug 15/18. 9. Bern 15/18. 10. Biel 15/17. 11. Lugano 15/17. 12. Rapperswil-Jona Lakers 15/7.