ATP-Finals

Fragezeichen um Weltnummer 1 Nadal: Noch nie hat er die ATP-Finals gewonnen – bleibt's dabei?

Rafael Nadal konnte die ATP-Finals noch nie für sich entscheiden

Rafael Nadal konnte die ATP-Finals noch nie für sich entscheiden

Rafael Nadal beendet das Tennis-Jahr als Weltnummer eins. Doch noch nie ist es dem spanischen Tennisprofi gelungen, die ATP-Finals, die Jahresfinals, für sich zu entscheiden. Doch wie meist kursieren im Vorfeld wilde Gerüchte.

Rafael Nadal beendet zum vierten Mal nach 2008, 2010 und 2013 ein Jahr als Nummer eins der Welt. Der Spanier ist mit seinen 31 Jahren auch der Älteste, dem das gelingt. «Vor einem Jahr hätte ich mir das nicht erträumt. Für mich ist die Nummer eins wichtig», sagte er in London. Doch einmal mehr stellt sich die Frage, für welchen Preis.

Bei den Swiss Indoors Basel fehlte Nadal wegen einer Verletzung am rechten Knie. In Paris-Bercy, wo er mit einem Sieg sicherstellte, dass er das nächste Jahr als Weltranglistenerster in Angriff nimmt, musste er vor den Viertelfinals die Segel streichen. Zwar hat Nadal in diesem Jahr sechs Turniere gewonnen, aber auch 76 Partien bestritten und damit beispielsweise 23 mehr als sein erster Verfolger, Roger Federer.

Doppelt so viele Chancen

«Wenn Nadal doppelt so viel spielt, hat er auch doppelt so viele Chancen, Punkte zu sammeln. Darum hat er es auch mehr verdient», sagte Federer. Es ist ein fast schon jährlich wiederkehrendes Schauspiel, das sich in den vergangenen Wochen der Saison rund um Nadal abspielt. Zwar hat er sich schon zum 13. Mal für die Jahresfinals qualifiziert, doch tritt er am Montag tatsächlich an, ist es auch erst sein achter Start.

Wie wird Nadal an den ATP-Finals abschliessen?

Wie wird Nadal an den ATP-Finals abschliessen?

Daran, dass er am Montag auf den Platz laufen wird, lässt der 16-fache Grand-Slam-Sieger indes keine Zweifel. «Wenn ich am Montag nicht spielen könnte, wäre ich nicht hier. Wie es in ein paar Tagen aussieht, weiss ich aber nicht.»

Dafür, dass es eine Zitterpartie werden könnte, spricht auch eine Panne bei der Ansetzung der Spiele. Erst wurde gemeldet, die Gruppe Sampras, in der sich Nadal befindet, eröffne das Turnier. Nun eröffnet aber die Gruppe Becker um Federer das Turnier. Wohl auch, um Rafael Nadal einen Tag mehr Regeneration zu ermöglich. «Ihm und dem Knie hilft der Tag Pause zwischen den Spielen sicher», sagte Federer.

Zwei Finals, zwei Niederlagen

Selbst wenn er im Vollbesitz seiner Kräfte ist, standen die Jahresfinals für Nadal unter keinem guten Stern. Zwar erreichte er 2010 (gegen Federer) und 2013 (Djokovic) den Final, gewonnen hat er indes noch nie.

Immerhin ist seine Gruppe mit Thiem, Goffin und Dimitrov etwas schwächer besetzt. Die Hoffnung auf den Traumfinal zwi- schen Nadal und Federer, den zwei Besten des Jahres, ist also intakt. Es wäre der logische Schlusspunkt unter das Jahr der beiden Giganten.

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