Man wolle Situationen vermeiden, in denen «die Zukunft der Spieler aufgrund von schweren Verletzungen infrage gestellt wird», so der einstige italienische Weltklasse-Referee weiter. Ende Januar hatte Star-Teammanager Pep Guardiola von Manchester City nach der schweren Bänderverletzung von Nationalspieler Leroy Sane aufgrund eines rüden Foulspiels einen flammenden Appell an die Schiedsrichter-Zunft zum Schutz starker und schneller Techniker vor überharten Attacken gegnerischer Abwehrspieler gehalten.

«Man kann als Schiedsrichter Fehler machen, das ist eine Sache. Eine andere Sache ist, wenn es für die Spieler gefährlich wird. Fussballer sind Künstler, und die Schiedsrichter haben sie zu schützen, nicht nur meine Spieler, sondern alle. Die Schiedsrichter sollen ihren Job machen», hatte Bayern Münchens früherer Meistertrainer mit erkennbarem Unmut betont.

Schutz und Unversehrtheit der Spieler

Laut der Uefa seien die Unparteiischen «Botschafter des Spiels, die nicht nur für die Einhaltung der Regeln auf dem Platz verantwortlich sind, sondern auch für den Schutz der Spieler und ihre Unversehrtheit». Und die Referees müssten jene bestrafen, die «dagegen verstossen oder sich so verhalten, dass dies Einfluss hat auf den Fussball, wie er wahrgenommen wird». Besonders rücksichtslose Foulspiele sollen entsprechend geahndet werden.

Die Schiris werden ausserdem aufgefordert, Proteste und Rudelbildungen von Spielern nicht zu dulden. «Einen Schiedsrichter zu mobben, dies ist nicht akzeptabel. Diese Botschaft wollen wir nicht vermitteln», so Collina.