BIG-AIR-EVENT IN CHUR
Flugshow und tolle Stimmung

Die Genferin Sarah Höfflin schafft es beim ersten Big-Air-Festival in Chur als Zweite auf das Podest.

René Weber
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Fabian Bösch hoch über Chur.

Fabian Bösch hoch über Chur.

Städtische Events haben sich in der Vergangenheit in der Freestyle-Szene bewährt. Der Big-Air-Event in Chur bestätigte das am Freitag eindrücklich. Er war ein voller Erfolg. Tausende Zuschauer feierten die sich von der 40 Meter hohen Rampe wagenden Athletinnen und Athleten. Die Stimmung zum Auftakt der Olympia-Saison war gut, am Ende sogar euphorisch. Selbst Präsident Urs Lehmann zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt von der Flugshow. «Diese tolle Stimmung auf dem ganzen Gelände und die Leistungen der Athletinnen und Athleten sind toll und machen Freude», sagte der Swiss-Ski-Boss.

Dass Lokalmatador Andri Ragettli nach seinem Kreuzbandriss in Chur nicht dabei sein konnte und die dreifache X-Games-Siegerin Mathilde Gremaud den Saisonstart nach ihrem Trainingssturz am Mittwoch kurzfristig auf die Teilnahme verzichten musste, brachte das Schweizer Freeski-Team nicht aus dem Konzept.

Im Gegenteil. Slopestyle-Olympiasiegerin Sarah Höfflin flog bereits am Morgen in der Qualifikation hinter der Russin Anastasia Tatalina und der späteren Siegerin Tess Ledeux aus Frankreich auf Rang 3. Mit Giulia Tanno schaffte auch Höfflins Teamkollegin den Finaleinzug. Der 23-Jährigen von der Lenzerheide folgte später bei den Männern der Davoser Kim Gubser.

Der WM-Bronzemedaillengewinner beeindruckte mit 94,25 Punkten, die er bei der Nachtentscheidung jedoch nicht bestätigen konnte. Gubser beendete den ersten Weltcup-Big-Air seit zwei Jahren als bester Schweizer auf Rang 10. Da nur noch ein Big Air für die Olympia-Selektion auf dem Programm steht, dürfte er sich damit für Peking 2022 qualifiziert haben.

Bis Gubser, Gremaud und Tanno ihre beiden finalen Sprünge in Angriff nehmen konnten, mussten sie sich lange Zeit gedulden. Starker Wind sorgte für die mehrfache Verschiebung des Finals. Währenddessen genossen die Zuschauerinnen und Zuschauer die Sonne und das Ambiente auf dem Wettkampfgelände. Die Stimmung blieb trotz des Unterbruchs heiter – und erreichte um 21 Uhr den Höhepunkt, als sich Tess Ledeux und Matej Svancer als Gewinner feiern lassen konnten. Und natürlich auch, weil es mit der Genferin Höfflin eine Schweizerin als Zweite aufs Podest geschafft hatte.

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