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Fifa-Präsident Blatter warnt vor 1:12-Initiative: „Wir könnten den Fussball an den Nagel hängen“

m Interview mit der Zeitung „Schweiz am Sonntag“ warnt Fifa-Präsident Joseph Blatter eindringlich vor der 1:12-Initiative. „Wir könnten den Fussball an den Nagel hängen“, sagt er. „Ein echtes Problem bekäme der Schweizer Fussball mit seinem Transferm

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FIFA-Präsidenten Sepp Blatter.

FIFA-Präsidenten Sepp Blatter.

Keystone

Dass die Fifa ihren Sitz weg von Zürich verlegt, wenn die Initiative angenommen wird, will Blatter nicht zulassen. „Trotzdem sehe ich den Sinn dieser Lohn-Limite nicht ein: Warum gerade 1:12? Und nicht 1:10 oder 1:20? Die Welt würde den Kopf schütteln, wenn ausgerechnet aus dem Wirtschaftsparadies Schweiz derart restriktive Volksentscheide kämen.“ Weiter kritisiert Blatter in der „Schweiz am Sonntag“ das Zürcher Stadion-Projekt: „In Zürich hatten wir damals ein super Stadion-Projekt, alles privat finanziert. Es hätte den Steuerzahler keinen Rappen gekostet! Dann gab es einen kleinen Schattenwurf und deswegen viele Einsprachen. Das jetzige Projekt kostet den Steuerzahler 160 Millionen Franken!“, sagt Blatter. Trotzdem, so Blatter, würde er als Fussballfan Ja stimmen“.

Der Fifa-Präsident erwartet von der Schweizer Fussball-Nati die Qualifikation für die Fussball-WM: „Ich traf mich kürzlich Ottmar Hitzfeld zum Nachtessen. Da sagte ich ihm: Es ist ein Muss, dass die Schweizer Nati dabei ist! In dieser Gruppe ist das zu schaffen.“ Er kritisiert jedoch die Aufstellung von Hitzfeld: „Wer sehr gut spielt, aber vom Herrn Trainer nicht immer die gebührende Anerkennung erhält, ist Valon Behrami. Ihn würde ich mehr einsetzen.“ Zudem deutet Blatter an, 2015 nochmals als Fifa-Präsident zu kandidieren, entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung. Denn: „Es gab einen Wandel im Fussball. Die Fifa startete eine Reform, deren Umsetzung erst am Kongress 2014 entschieden wird.“ Und: Er habe möglicherweise „sonst nichts zu tun“, so Blatter.

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