Der Gewinner der Wahl wird anlässlich der TV-Gala "Credit Suisse Sports Awards" ausgezeichnet, die am Sonntag 14. Dezember in den Studios des Schweizer Fernsehens SRF in Zürich stattfindet. An diesem Abend werden unter anderen auch die Sportlerin, der Sportler und das Team des Jahres erkoren.

Die Internet-Abstimmung zählt in der Newcomer-Wahl zu einem Drittel. Die restlichen Stimmen stammen von den Vertretern der Schweizer Sportmedien sowie den Spitzensportlern von Swiss Olympic. Zur Auswahl bei der Nomination standen Schweizer Athletinnen und Athleten, die im laufenden Jahr den Durchbruch auf internationalem Niveau geschafft haben.

Der Besuch der Webseite www.sport-awards.ch lohnt sich ausserdem, weil unter den Abstimmenden attraktive Preise verlost werden. Zu gewinnen gibt es eine Reise an das EM-Qualifikationsspiel der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft in London, VIP-Tickets für das Leichtathletik-Meeting Weltklasse Zürich und eine Einladung an die Tour de Suisse inklusive Fahrt im SRF-Begleitfahrzeug.

Und dies sind die drei Nominierten für die Newcomerwahl 2014:

Kevin Fiala, Eishockey, Jahrgang 1996

Kevin Fiala

Kevin Fiala

Als er im Juni in Philadelphia von den Nashville Predators in der ersten Runde des NHL-Drafts gezogen wurde, war dies für Kevin Fiala die Krönung einer höchst erfolgreichen Saison und die Bestätigung für starke Leistungen. Im Alter von 17 Jahren avancierte der Uzwiler 2014 zu einem der grossen Hoffnungsträger im Schweizer Eishockey. Die U18- und U20-WM schloss der Stürmer jeweils als bester Schweizer Scorer ab. Beim Klub HV71 Jönköping in Schweden schaffte er es von den Junioren in die 1. Mannschaft, für die er 25 Partien (17 Scorerpunkte) bestritt. Als Lohn wurde er gar für die A-WM in Minsk aufgeboten, an der er durch seine freche und unerschrockene Spielweise auffiel und immerhin zwei Assists beisteuerte. Fiala ist international einer von erst drei Spielern, die in einer Saison an drei Weltmeisterschaften teilnahmen. Den Sprung in die NHL schaffte er diesen Herbst noch nicht; für ein Jahr verdient sich Fiala seine Brötchen (noch) in Schweden bei HV71.

Elisa Gasparin, Biathlon, Jahrgang 1991

Elisa Gasparin

Elisa Gasparin

Elisa Gasparin stand bisher im Schatten ihrer älteren Schwester, der Schweizer Biathlon-Pionierin Selina Gasparin. Doch zum Auftakt der Olympischen Spiele in Sotschi stahl die "Nummer 2" im Sprint der späteren Silber-Medaillengewinnerin (im Einzelrennen) die Show. Mit einem perfekten Rennen ohne Schiessfehler, das mit Platz 8 belohnt wurde, gelangen der 22-jährigen Bündnerin nicht nur ein unerwarteter Exploit und ein persönliches Bestresultat, sie gewann auch als erste Schweizerin in dieser Sportart ein olympisches Diplom. Zum Podest fehlten Gasparin nur gerade 9,7 Sekunden. Mit ihren Schwestern Selina und Aita sowie mit Irene Cadurisch lief Elisa Gasparin, die erst 2013 im Weltcup Fuss fasste, zum Abschluss der Olympischen Spiele in der Staffel in den ausgezeichneten 9. Rang. In Abwesenheit von Selina dürfte Elisa Gasparin in diesem Winter die Leaderrolle im Schweizer Biathlon-Team der Frauen übernehmen.

Kariem Hussein, Leichtathletik, Jahrgang 1989

Kariem Hussein

Kariem Hussein

Bevor der 25-jährige ägyptisch-schweizerische Doppelbürger an der Leichtathletik-EM in Zürich sensationell Europameister über 400 m Hürden wurde, war Kariem Hussein der breiten Öffentlichkeit kein Begriff. Innerhalb einer Woche avancierte der Thurgauer zum Schweizer Sportstar und neuen Aushängeschild der hiesigen Leichtathletik. Hussein sicherte der Schweiz den erst fünften EM-Titel überhaupt und blieb als zweiter Schweizer nach Marcel Schelbert unter der Marke von 49 Sekunden. Der hochtalentierte Medizinstudent stieg erst 2009, im Alter von 20 Jahren, vom Fussball auf die Leichtathletik um – eher zufällig, nachdem er an einer Mittelschulmeisterschaft ohne Training im Hochsprung 2,01 m überquert hatte. Seither ging es steil bergauf: Viermal wurde Hussein Schweizer Meister, und 2012 qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele in London. Im August folgte mit dem EM-Titel die Krönung der noch jungen Karriere.