Australian Open
Federer vs. Nadal: Trinkbefehl bei «Cry Baby»

Simon Häring
Simon Häring
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Zwei Rivalen treffen im Final der Australian Open auf einander: Rafael Nadal und Roger Federer.

Zwei Rivalen treffen im Final der Australian Open auf einander: Rafael Nadal und Roger Federer.

KEYSTONE/EPA EFE/J. GRAPPELLI

Zugegeben, es gibt bessere Momente für Trinkspiele als den Sonntagmorgen. Zumal der eine oder andere noch mit den Nachwehen einer kurzen Nacht und der am Vorabend konsumierten Spirituosen zu kämpfen hat.

Wer aber im Final der Australian Open mit Roger Federer (35) mitfiebert und dessen Bilanz in Grand-Slam-Finals gegen Rafael Nadal kennt, dürfte sich den Griff zum Glas noch einmal überlegen. Denn ausserhalb von Wimbledon lautet diese 0:6. Für das neunte Kräftemessen in einem Major-Final empfehlen wir deshalb folgendes Trinkspiel.

Nehmen Sie einen Schluck, wenn Roger Federer...
... einen Punkt am Netz gewinnt
... mit einer «Challenge» mal wieder daneben liegt
... «C’mon», «Chum jetze» oder «Neeeei» schreit
... eine Rückhand ins Netz oder ins Aus schlägt.

Wenn Rafael Nadal...
... Federer mit einem Passierschlag düpiert.
... sich vor dem Aufschlag die Hose zurechtzupft.
... «Vamos!» schreit und seinen Bizeps zeigt.
... sich zwischen Aufschlägen mehr als 25 Sekunden Zeit nimmt.

Das SRF-Duo Stefan Bürer & Heinz Günthardt...
... die Direktbilanz (23:11 für Nadal) erwähnt.
... den Wimbledon-Final von 2008 (Sieger Nadal) erwähnt.
... einen Punkt ungläubig mit «Wie bitte? Was war das denn?» kommentiert.
... sagt: «Gegen jeden Gegner hätte das gereicht, aber nicht gegen Rafa».

Übrigens gelten folgende Spezialregeln. Ihren Drink auf Ex leeren müssen Sie, wenn...
... Mirka Federer Nadal als «Cry Baby» bezeichnet.
... Nadal wegen einer Knieverletzung behandelt werden muss.
... Federer beim Seitenwechsel über Nadals Trinkflaschen stolpert.
... Rod Laver, Mirka Federer oder Xisca Perello eingeblendet werden
... eine Zuschauerin bei Breakball Roger oder Rafa einen Heiratsantrag macht.
... Federer nach dem Spiel Tränen verdrückt (ob als Sieger oder, wie 2009, als Verlierer).

Damit dürfte der Start in den Tag glücken, unabhängig davon, wem Sie die Daumen drücken. Alternativ können Sie statt Alkoholika natürlich auch auf Orangensaft, Wasser oder Milch setzen. Aber dann wärs ja kein echtes Trinkspiel mehr.

Viel Spass, oder: Prost!