Tennis

Federer sorgt für Hysterie und Hyperventilieren

Zurück auf dem Trainingsplatz: Roger Federer sieht sich für das US Open im Fahrplan

Zurück auf dem Trainingsplatz: Roger Federer sieht sich für das US Open im Fahrplan

Während mit Milos Raonic ein vierter Top-Spieler bei den US Open fehlt, befindet sich Roger Federer wieder im Fahrplanund wird an den US Open teilnehmen können

Wenn Roger Federer (36) dieser Tage ein Bild eines Posters seiner selbst in den Häuserschluchten New Yorks über die sozialen Medien in die Erdumlaufbahn schickt, lässt das seine Anhänger vielerorts noch mehr in Hysterie und Hyperventilation ausbrechen als sonst schon. Begründet liegt diese Reaktion in der Absage für das Masters-Turnier in Cincinnati vor anderthalb Wochen und das folgende Rätselraten, wie es um den Rücken des 19-fachen Grand-Slam-Siegers stehen mag. Das Bild hat Roger Federer selbst mit dem Mobiltelefon aus dem Auto geschossen.

Roger Federer spielt am Laver Cup an der Seite von Rafael Nadal

Roger Federer spielt am Laver Cup an der Seite von Rafael Nadal

Wenig später sitzt er adrett gekleidet neben John McEnroe und Björn Borg auf einer Bühne, wo er Auskunft zum Laver-Cup gibt, der Ende September in Prag erstmals durchgeführt wird. Dort gibt der Baselbieter auch Entwarnung. Es sei eine harte Woche gewesen, «weil die Rückenprobleme manchmal nicht über Nacht weggehen». Statt zu trainieren, flog er nach Montreal noch einmal zurück in die Schweiz. Dort verbrachte er Zeit mit seiner Familie und schonte seinen Körper vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres, das er im letzten Jahr hatte auslassen müssen.

Final gegen Nadal?

Seine Problemzone stärkte er mit seit Jahren bewährten Übungen. «Nun kann ich wieder normal gehen. Bis vor einer Woche wusste ich noch nicht, wo ich stehe.» Bereits seit Anfang Woche steht er in New York wieder auf dem Trainingsplatz. «Ich bin im Fahrplan.» Dieser soll ihn zum sechsten US-Open-Erfolg führen, dem ersten seit 2008. Gelingt ihm das, überholt er Rafael Nadal (31) und stösst zum ersten Mal seit 2012 wieder an die Spitze der Weltrangliste vor. Geht es nach den Organisatoren, treffen die beiden im Final erstmals auch bei den US Open aufeinander.

Roger Federer und Rafael Nadal könnten im Final der US Open aufeinander treffen

Roger Federer und Rafael Nadal könnten im Final der US Open aufeinander treffen

Sicher ist das hingegen nicht. Bei der heutigen Auslosung um 18.00 Uhr Schweizer Zeit ist Federer noch hinter Andy Murray (30) nur an Position drei gesetzt. Die Gesundheit ging vor. Wie beim Kanadier Milos Raonic (26, ATP 11). Er fehlt wegen einer Verletzung am linken Handgelenk, die eine Operation unumgänglich machte. Raonic ist nach Novak Djokovic (Ellbogen), Titelverteidiger Stan Wawrinka (Knie) und Kei Nishikori (Handgelenk) der vierte Topspieler, der in New York fehlt. Allerdings beabsichtigt Raonic, noch in diesem Jahr zurückzukehren.

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