"Ich habe den Sand vermisst, das ist eine tolle Rückkehr, es ist eine besondere Nacht für mich", sagte Federer. "Die Nervosität war schnell weg. Ich bin froh, zurück zu sein."

Am 12. Mai 2016 hatte Federer beim Masters in Rom zuletzt ein Spiel auf Sand bestritten, damals verlor er im Achtelfinale gegen den Österreicher Dominic Thiem. Um 20.09 Uhr schlug der aktuelle Weltranglistenvierte in der Caja Magica, der "Zauberkiste", erstmals auf. Und es lief von Beginn an so, wie es meistens in einem Match mit Federer läuft. Der Schweizer servierte stark und lauerte auf seine Breakchancen. Zwei konnte er nutzten und nach nur 23 Minuten war Satz eins unter Dach und Fach.

Im zweiten Durchgang setzte sich Federers Überlegenheit fort. Der entscheidende Aufschlagdurchbruch glückte ihm zum 5:3. Nach nur 52 Minuten verwandelte er schließlich seinen ersten Matchball.

"Ich fühle mich gut, mental und körperlich, und habe Lust, gutes Tennis zu spielen. Ja, ich kann sagen: alles ist wunderbar", hatte Federer vor Turnierbeginn erklärt. Einen Monat hatte er in der Heimat auf dem roten Untergrund trainiert. Es habe ihm "sehr viel Spaß gemacht", berichtete der Madrid-Sieger von 2009. Im selben Jahr feierte er später seinen ersten und bislang auch einzigen Erfolg bei den French Open, die in diesem Jahr am 26. Mai beginnen.