Super League
FCL überrascht mit der Verpflichtung des deutschen Mittelfeldspielers Christian Gentner

Einen fast 36-jährigen Bundesliga-Profi zu holen, ist nicht ganz unumstritten. FCL-Sportchef Remo Meyer hat einen triftigen Grund, warum er den sehr erfahrenen Christian Gentner verpflichtet hat.

Daniel Wyrsch
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Christian Gentner im FCL-Dress.

Christian Gentner im FCL-Dress.

Bild: PD

Der FC Luzern setzt nach den Rücktritten der beiden 37-jährigen Teamältesten David Zibung und Christian Schwegler auch in der neuen Saison auf einen erfahrenen Profi: Mittelfeldspieler Christian Gentner (Bild) wechselt nach 430 Spielen in der Bundesliga (46 Tore, 59 Assists) in die Schweizer Super League zum FCL. Der am 14. August 36 Jahre alt werdende Mittelfeldspieler hat einen Einjahresvertrag bis Sommer 2022 unterschrieben. Er hat eine Option für eine weitere Saison und wechselt ablösefrei zum FCL.

Bewegte Karriere beim VfB, bei Wolfsburg und Union

Der in Nürtingen rund 30 Kilometer südöstlich von Stuttgart geborene Gentner wurde 2007 mit dem VfB Stuttgart und 2009 mit Wolfsburg Meister in seiner deutschen Heimat. Fünfmal trug er das Trikot mit dem Bundesadler. Zwischen 2010 und 2019 spielte der 1,89 Meter grosse Aufbauer wieder für den VfB Stuttgart, den er gemäss eigenen Aussagen im Podcast Phrasenmäher in seinem Herzen trägt. Mit dem VfB feierte er nicht nur den bislang letzten Titel der Vereinsgeschichte, sondern konnte 2016 und 2019 als Captain den Abstieg in die 2. Bundesliga nicht verhindern.

Vater verstirbt im VfB-Stadion

Ein persönliches und tragisches Ereignis verbindet Gentner ebenso mit dem VfB: Sein Vater starb am 15. Dezember 2018 im Anschluss an das Stuttgarter Bundesliga-Heimspiel gegen Hertha BSC im VIP-Bereich des Stadions.

Die beiden letzten Saisons spielte Gentner unter Urs Fischer bei Union Berlin. Waren es in der ersten Spielzeit noch 31 Partien (drei Tore, drei Assists) kam er in der abgelaufenen Saison noch auf 22 Bundesliga-Spiele.

Warum Sportchef Meyer den Routinier geholt hat

Der überraschende Neuzugang macht Sinn, FCL-Sportchef Remo Meyer erklärt: «Mit seiner enormen Erfahrung wird er der Mannschaft auf und neben dem Platz helfen und uns nach den Abgängen von Dave Zibung und Christian Schwegler eine Lücke schliessen.»

Dagegen ist für Verteidiger Marco Bürki die Zeit beim FCL zu Ende, der Berner kehrt per sofort zum FC Thun zurück.

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