Wetterlage
FCB in Münsingen: Cup-Viertelfinal steht auf der Kippe

Heute Abend findet im Aaretal die Platzinspektion statt – eine endgültige Entscheidung fällt wohl erst am Spieltag. Derweil appelliert FCB-Trainer Sousa an das Gewissen von Liga und Verband.

Sebastian Wendel
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Sportplatz Sandreutenen in Münsingen (bei schönem Wetter). Für den Mittwoch sagen die Wetterfrösche leider Schneefall voraus.

Sportplatz Sandreutenen in Münsingen (bei schönem Wetter). Für den Mittwoch sagen die Wetterfrösche leider Schneefall voraus.

bz Basel

Auf den ersten Blick zwar ganz okay, aber beim Betreten matschig und uneben – so präsentiert sich einen Tag vor dem Cup-Viertelfinal gegen den FC Basel der Sportplatz Sandreutenen in Münsingen. Für den Mittwoch sagen die Wetterfrösche gar Schneefall voraus. Stellt sich also die Frage: Wird überhaupt angepfiffen?

Heute Abend um 17 Uhr findet die Platzinspektion mit einem Schiedsrichter und Vertretern des FC Münsingen statt. Wahrscheinlich jedoch, dass die definitive Entscheidung erst am Spieltag fällt. Ein Ausweichdatum liesse sich nur schwer finden – vor allem dann, sollte der FCB in der kommenden Woche die Champions-League-Viertelfinals erreichen. Es ist davon auszugehen, dass der Verband alles daran setzt, die Partie irgendwie über die Bühne zu bringen.

«Wir sind bereit, sollte der Match stattfinden», sagt denn auch Paulo Sousa. Die Frage, ob er wegen des schlechten Zustandes des Spielfeldes in Münsingen Angst um die Gesundheit seiner Spieler habe, nahm der FCB-Trainer zum Anlass, um sich erneut über die in seinen Augen geringe Rücksichtnahme von Liga und Verband auf die Vereine zu beschweren. «Es ist nicht das erste Mal – und es muss jetzt etwas geschehen: Der Spielkalender sollte so angepasst werden, damit die international vertretenen Vereine gut erholt in Spiele gehen können – so wie in anderen Ligen auch. Das ist im Interesse aller: Vereine, Liga, Verband, Fans und Journalisten.» Der FCB habe mit seinen guten Leistungen im letzten Herbst dafür gesorgt, dass die Schweiz in den nächsten Jahren regelmässig im Europacup vertreten sein wird – das sollte von der Liga mit verbesserten Spielplänen honoriert werden.

Sollte morgen tatsächlich gespielt werden, dürfte im FCB-Tor Germano Vailati zu seinem dritten Einsatz in Serie kommen. Der Tessiner hat schon in Bern und gegen Vaduz die Nummer 1 Tomas Vaclik ersetzt, als diese erst gesperrt und am vergangenen Wochenende am Spieltag Vater wurde. «Drei Stunden vor Anpfiff gegen Vaduz ist Tommy zu mir gekommen und hat gesagt: Ich habe ihm alles Gute gewünscht und dann gespielt.» Bereits am Sonntag stand Vaclik wieder auf dem Trainingsplatz – keine zwölf Stunden nach der Geburt von Tochter Nicole.

Des Weiteren plant Sousa, den in der Rückrunde bislang wenig eingesetzten Profis Spielminuten zu ermöglichen. Kakitani, Samuel, Hamoudi, Ajeti, Degen, Callà, Embolo – sie alle sind Startelfkandidaten. Vielleicht schenkt Sousa auch einem der Jungprofis Robin Huser und Albian Ajeti das Vertrauen – vielleicht wird aber auch gar nicht gespielt.