Super League
FC-Basel-Cheftrainer Urs Fischer will die perfekte Rückrunde

Am Dienstag um 19.45 Uhr empfängt der FC Basel den FC Thun zum viertletzten Spiel dieser Saison. Für Urs Fischer geht es nicht um die möglichen Rekorde, die geknackt werden könnten, sondern darum, die Saison mit Anstand zu beenden.

Céline Feller
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Rekorde sind ihm egal, dennoch will Fischer die Rückrunde unbesiegt beenden.

Rekorde sind ihm egal, dennoch will Fischer die Rückrunde unbesiegt beenden.

Keystone

Die meisten je geholten Punkte und die meisten je erzielten Tore, diese beiden Rekorde könnte der FC Basel in dieser Saison noch knacken. Aber Urs Fischer will davon nichts wissen, auch nach der Sicherstellung der Meisterschaft nicht. «Ich weiss, dass ich mich wiederhole, aber diese Rekorde sind weder innerhalb der Mannschaft noch in der Vorbereitung der Spiele ein Thema», so der FCB-Trainer.

Viel mehr habe man ganz andere Ziele. «Wir haben noch vier Spiele und die wollen wir gewinnen. Das haben wir am Samstag auch gezeigt.» Denn wenn der FCB auch die letzten vier anstehenden Spiele noch gewinnt, dann ist er in dieser Rückrunde ungeschlagen. «Die Saison geht noch bis am 25. Mai und bis dann wollen wir auch dran bleiben.»

Und auch wenn es doch noch eine Niederlage absetzen würde, geht es Fischer um die Art und Weise, wie seine Mannschaft auftritt. «Alle haben gemeint, wir nehmen das jetzt auf die leichte Schulter», so Fischer, der genau diesen Eindruck verhindern will.

Auch deshalb sei es nicht in seinem Sinn und in jenem der Spieler und des Vereins, gezielt die EM-Fahrer zu schonen und nur noch Jugendspieler aufzustellen. «Jeder Spieler gibt mir jeden Tag und in jedem Training das Gefühl, dass er spielen will. Die Spannung hochzuhalten ist ja auch in ihrem Interesse.» Ein Nachlassen sei schon nur gefährlich, weil damit das Verletzungsrisiko steigen würde.

Zwei Rückkehrer gegen Thun

Apropos Verletzungen: Im Vergleich zum Spiel am Samstag, in dem Fischer verletzungsbedingt auf neun Spieler verzichten musste, hat sich die Situation minim gebessert. Mit Walter Samuel kehrt in der Innenverteidigung einer zurück, der zuletzt eigentlich immer gespielt hat, wenn er fit war. Ebenfalls wieder dabei ist Renato Steffen, der gegen Zürich eine Sperre absitzen musste. «Das gibt mir schon wieder etwas mehr Spielraum», sagt Fischer.

Dennoch wird Fischer ob der immer noch langen Absenzenliste erneut auf Nachwuchsspieler zählen: Eray Cümart, Charles Pickel, Cedric Itten und Nicolas Hunziker werden auch morgen Dienstag wieder mit dabei sein. Noch zu früh kommt das Spiel gegen Thun aber für Michael Lang und Marc Janko. Letzterer könnte gegen Luzern am Montag aber wieder mit dabei sein.

Gegen seinen Ex-Verein erwartet Fischer ein schwieriges Spiel. «Sie haben Qualität und kommen mit Selbstvertrauen nach Basel. Zuletzt haben sie diskussionlos mit 4:0 gegen den FC Zürich gewonnen und waren dann in Unterzahl beim 2:2 gegen St. Gallen die bessere Mannschaft. Ausserdem haben sie Spieler, die mit und ohne Ball unglaublichen Speed haben.» Fischer sagt aber auch, dass er zuversichtlich ist, dass sein Team gewinnt, wenn die gleiche Leistung wie am Samstag gegen den FCZ abgerufen werden kann.

Vorfreude auf Riveros

Da das Spiel gegen Thun aber, auch wenn Fischer es nie so sagen würde, nicht mehr allzu viel Spannung birgt, konnte noch ein kleiner Ausblick auf die nächste Saison gewagt werden. Mit Blas Riveros hat der FCB am Freitag seine erste Neuverpflichtung bekannt gegeben. Fischer konnte den 18-jährigen Paraguayaner zwar noch nicht persönlich treffen, ist aber voll des Lobes für ihn: «Er ist ein Aussenverteidiger, der seine Rolle sehr, sehr offensiv interpretiert, bis in die letzte Zone läuft, Chancen vorbereitet und eine gute Spieleröffnung hat.»

Die Transfer-Abteilung habe einen sehr guten Job gemacht. Und vielleicht hat diese auch den ersten Grundstein für eine nächste Saison voller Rekorde gelegt. Auch wenn Fischer das nicht hören möchte.

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