Tour de Ski
Fähndrich stürzt kurz vor Schluss und vergibt Podestplatz – Cologna solid

Lange sieht es beim Sprint-Rennen der Tour de Ski nach einem Podestplatz für Nadine Fähndrich aus, doch die stürzt. Dario Cologna startet solide in die Etappen-Rennen.

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Nadine Fähndrich (25) verpasst wegen eines Sturzes einen Podestplatz im Sprint-Rennen im bündnerischen Val Müstair.

Nadine Fähndrich (25) verpasst wegen eines Sturzes einen Podestplatz im Sprint-Rennen im bündnerischen Val Müstair.

Keystone

(gav) Wie bitter! Lange sieht es im ersten Etappen-Rennen der Tour de Ski nach einem Schweizer Podestplatz aus. Nadine Fähndrich (25) qualifiziert sich im Sprint-Rennen souverän für den Final. Dort liegt sie bis zur Abfahrt an zweiter Stelle, stürzt dann aber und kommt als sechste ins Ziel.

Für den Sturz ist die Kontrahentin Anamarija Lampic mitverantwortlich. Trotzdem sucht 25-Jährige keinen Schuldigen: «Sie ist mit ihrem linken Fuss an meinen rechten gekommen. Dann hat es mir den Ski weggezogen. Es ist schade, aber das gehört zum Sprint dazu», resümiert Fähndrich gegenüber «SRF».

Nach dem Rennen wird Lampic wegen ihres Vergehens rückversetzt. Deshalb wird Fähndrich als Fünfte gewertet.

Bei den Frauen gewinnt die Schwedin Linn Svahn vor der Amerikanerin Jessica Diggins und Frida Karlsson (Swe).

Laurien van der Graaff (33) bleibt in ihrem Viertelfinal-Lauf chancenlos, belegt den letzten Rang und scheidet aus. Auch Alina Meier (24) bleibt im Viertelfinal stecken.

Cologna wegen 15 Hundertstel nicht im Halbfinal

Dario Cologna verpasst die Halbfinal-Qualifikation haarscharf. Gerade mal 15 Hundertstel fehlen dem vierfachen Tour-Sieger. Als dritter in seinem Viertelfinal kann er sich nicht als «Lucky Loser» über die Zeit qualifizieren. Ärgerlich. Am Ende ist es Rang 14. Nichtsdestotrotz stimmt ihn seine Leistung zuversichtlich: «Für einen Sprint war es wirklich gut. Ich fühle mich gut und freue mich auf die weiteren Rennen», sagt der 34-Jährige gegenüber «SRF».

Bei den Männern qualifiziert sich immerhin Jovian Hediger (30) für den Halbfinal und wird bester Schweizer. Dort bleibt er aber chancenlos, wird letzter in seinem Lauf und schlussendlich zwölfter.

Bei den Männern gewinnt der Italiener Federico Pellegrino vor dem letztjährigen Tour-Sieger Alexander Bolschunow (Ru). Auf Position drei landet der Franzose Richard Jouve.

Vier weitere Schweizer waren im Viertelfinal am Start, verpassen aber die Qualifikation für den Halbfinal: Janik Riebli (22), Erwan Käser (28), Roman Schaad (27) und Valerio Grond (20).

Norweger sind die grossen Abwesenden

Das norwegische Team wird bei der diesjährigen Ausgabe der Tour de Ski nicht vertreten. Die Norweger bleiben wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus der Veranstaltung fern.

Am Samstag steht die zweite Etappe in Val Müstair auf dem Programm. Die Frauen absolvieren am Berchtoldstag einen Massenstart über 10 km klassisch, die Männer über 15 km.