Morgen Freitag kommt es in der Resega also zum Spiel aller Spiele: Final-Duell Nummer 7. Am Ende dieser Partie wird feststehen, wer Meister der Saison 2017/18 ist. Lugano oder die ZSC Lions?

Der Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass die Zürcher dieser «Belle» trotz der gestrigen Niederlage mit Zuversicht entgegenblicken dürfen. Sie standen zweimal in einem siebten Spiel um den Titel. Zweimal auswärts. Und wurden zweimal Meister. Unter anderem 2001 in Lugano. Es war das erste von insgesamt fünf ultimativen Final-Duellen in der «Best-of-7-Ära».

2001: Lugano - ZSC 1:2 n. V.

Morgan Samuelsson verewigte sich in den Annalen der ZSC Lions mit seinem Treffer in der 11. Minute der Verlängerung. Der Schwede, während der Playoffs oft überzähliger Ausländer der Zürcher, zimmerte den Puck bei einem Konter herrlich ins Lattenkreuz. Was folgte, waren tumultuöse Zustände, welche eine geordnete Pokalübergabe verunmöglichten.

2007: Davos - Bern 1:0

Was war das für ein Krimi im ausverkauften Davoser Eisstadion! Ein einziger Treffer entschied schliesslich über Triumph und Niederlage. Mit Robin Leblanc traf in der 45. Minute – mit einem herrlichen Handgelenkschuss – wieder ein Spieler, der in der Mehrheit der HCD-Playoff-Spiele überzählig gewesen war. Davos-Goalie Jonas Hiller war nicht zu bezwingen.

9. April 2007. Davos - SC Bern 1:0 (4:3).. Den einzigen Treffer in einem siebten Finalspiel zu erzielen, ist fast so wertvoll, wie in der Overtime zu treffen. Dem Davoser Robin Leblanc gelang dieses Kunststück in der 45. Minute eines enorm spannenden Spiels.

Robin Leblanc

9. April 2007. Davos - SC Bern 1:0 (4:3).. Den einzigen Treffer in einem siebten Finalspiel zu erzielen, ist fast so wertvoll, wie in der Overtime zu treffen. Dem Davoser Robin Leblanc gelang dieses Kunststück in der 45. Minute eines enorm spannenden Spiels.

2009: Kloten - Davos 1:2

Es war das 21. Playoff-Spiel für den HC Davos, der in dieser Meisterschaft über die maximale Anzahl Spiele gehen musste. Alles sprach für die Kloten Flyers. Aber es waren Dino Wieser und Reto von Arx, die mit ihren Treffern im Mitteldrittel für die Differenz sorgten. Félicien DuBois gelang im letzten Abschnitt nur noch der Anschlusstreffer. Zu wenig für Kloten.

2010: SC Bern - Servette 4:1

So nah war Servette-Genf dem Meistertitel noch nie. Die Calvin-Städter hatten in der Finalserie einen 1:3-Rückstand aufgeholt und gingen auch im entscheidenden Spiel in der ausverkauften Postfinance-Arena früh in Führung. Doch die Berner schafften noch im ersten Drittel die Wende und liessen nichts mehr anbrennen. Es war das bisher unspektakulärste Spiel 7 der Schweizer Playoff-Geschichte.

2012: SC Bern - ZSC Lions 1:2

Auch bei ihrer zweiten Teilnahme an einer «Finalissima» sorgten die ZSC Lions für ein dramatisches Happy-End aus ihrer Sicht. 2,5 (!) Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit traf Verteidiger Steve McCarthy nach einem riesigen Tohuwabohu vor dem Berner Tor zum 2:1. Der Treffer wurde erst nach längerer Videokonsultation der Schiedsrichter gegeben. Sehr zum Unmut der schockierten Zuschauer in der Postfinance-Arena. Es war ein brutales Ende der SCB-Meisterträume.