EM 2012

Die Zentimeter, die Bruno Alves und Portugal ins Elend stürzten

Bruno Alves - der tragische Held des Halbfinals

Bruno Alves - der tragische Held des Halbfinals

Es war ein Hammerschuss. Doch statt im Tor landete der Penalty von Portugals Bruno Alves am Lattenkreuz. Der Untergang von Portugal im Halbfinal gegen Spanien nahm damit seinen Anfang. Ein paar Minuten später waren die Portugiesen draussen.

Und Alves untröstlich. Das Drama hat sich angekündigt. Nachdem die ersten beiden Schützen - Xabi Alonso für Spanien und Mouthindo für Portugal - verschossen hatten, wollte Alves als zweiter für Portugal ran. Doch dann kam Nani, nahm Alves sozusagen den Ball weg und hämmerte diesen in rechte obere Toreck. Wer wem den Schuss geklaut hat, ist unklar.

Der dritte Penalty war nun für Bruno Alves reserviert. Dieser holte Anlauf und donnerte den Ball mit voller Wucht ins rechte, obere Toreck - bloss ein paar Zentimeter zu hoch. Der Ball knallte von der Latte zurück ins Feld. Portugal lag nun hinten und blieb es auch.

Denn Cesc Fabregas machte wenige Minuten später den Sack endgültig zu. Und hatte dabei jenes Glück, das Alves fehlt. Der Ball gelangte via Pfosten inst Tor. Spanien lag uneinholbar mit 4:2 in Führung. Der letzte portugiesische Penalty, den wohl Ronaldo getreten hätte, war nicht mehr nötig.

«Es war schwierig gegen die Portugiesen, ein hartes Stück Arbeit. Ich habe nicht gut gespielt, dafür aber die Mannschaft. Dennoch hatte ich vor dem Penalty das Gefühl, das ich ihn verwerten würde», sagte Sieger Fabregas nach dem Spiel. Und Alves? Der 1,89-Meter-Mann, der 2010 für 22 Millionen Euro vom FC Porto Zenit St. Petersburg wechselte, schwieg. (rsn)

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