Es war lustig, die Profis auf dem Balkon schwitzen zu sehen, aber mehr auch nicht

Am Sonntag endete die erste virtuelle Tour de France. Trotz schöner Grafik, blieb das Rennen leblos.

Pascal Ritter
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Triumphbogen in Paris: So sah die erste virtuelle Tour de France aus.

Triumphbogen in Paris: So sah die erste virtuelle Tour de France aus.

TdF

Ein leises Summen erklang aus den Boxen des Fernsehers, als am Sonntag die Velofahrer der Tour de France auf die Champs-Élysées einbogen. Mit etwas Fantasie klang es wirklich ein wenig wie Reifen die über Pflastersteine rauschen. Das traditionsreiche Radrennen fand zum ersten Mal digital statt.

Die Fahrer waren auf der Welt verteilt in ihren Wohnzimmern oder auf ihren Terrassen und Balkonen. Sensoren massen, wie viel Watt sie mit ihren auf Rollen gestellten Velos erzeugten. Auf einer digitalen Plattform wurden diese Daten dann mit der Rennsituation kombiniert. Wie auf den echten Strassen ist es für die Rennfahrer im Windschatten ihrer Kollegen leichter als alleine im Wind.

Es war lustig anzusehen, wie die Rennveloprofis vor Anstrengung die Gesichter verzogen und doch nicht wirklich vom Fleck kamen. Aber das Rennen blieb trotz aufwendiger Grafik leblos. Gut, dass ab dem 29. August die Veloreifen wieder über echte Strassen rauschen.

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