Davis-Cup-Triumph
«Es ist unglaublich, dass wir Geschichte geschrieben haben»

Mit dem Sieg am Sonntag holte sich die Schweiz zum ersten Mal in 115 Jahren den Davis Cup. Die Freude beim Team ist riesig.

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Das feiernde Davis-Cup-Team.

Das feiernde Davis-Cup-Team.

Keystone

«Das ist ein historischer Moment für unser Land. Es ist sehr bewegend, ich bin einfach happy für diese Mannschaft und die Jungs», sagte der Grand-Slam-Rekordgewinner nach seinem 6:4, 6:2, 6:2 gegen Richard Gasquet - das vorzeitige und entscheidende 3:1 im Final-Duell mit den gastgebenden Franzosen. «Dieser Sieg ist fantastisch für das Publikum, die Fans, den Verband und das Schweizer Tennis. Besonders freut er mich für die Mannschaft und unsere Fans, die uns immer unterstützt haben.»

Am meisten freue er sich aber für Stan, meinte Federer. «Das ist sein Sieg. Er hat in all den Jahren so viel gegeben für dieses Team.»

Wawrinka gab das Kompliment gleich zurück: «Wir haben ein grossartiges Wochenende erlebt, nach einer nicht einfachen Woche. Wenn wir Probleme haben, dann reden wir miteinander. Vor dem Wochenende dachten die Leute, wir hätten eine Krise, aber wir sind immer ruhig geblieben. Bei den Franzosen war es genau umgekehrt. Roger hat unglaublich gespielt. Wir verstehen uns gut und sind glücklich, wenn wir zusammen spielen können.»

Auch Teamkapitän Severin Lüthi war nach der Premiere überglücklich: «Was Roger geleistet hat, war phänomenal. Es ist unglaublich, dass wir Geschichte geschrieben haben.» Er sei so glücklich, er könne seine Freude kaum fassen. «Es ist einfach verrückt. Auch wenn Roger der ist, der er ist, war es für ihn nach der Verletzung nicht einfach. Ich habe ihm gesagt, er solle sich nicht auf den Sieg fokussieren, sondern Schritt für Schritt nehmen und konzentriert bleiben. Alles ist gut aufgegangen in diesem Jahr, auch wenn es nicht immer einfach war. Wir mussten für diesen Erfolg kämpfen.»

Davis-Cup-Final: Tag 3. Das Einzel
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Michael Lammer, Marco Chiudinelli, Stanislas Wawrinka, Roger Federer and Coach Severin Lüthi halten die Trophäe in die Höhe.
Das Schweizer Davis-Cup-Team feiert
Matchball verwertet: Federer fällt auf die Knie.
Die Freude bei Federer ist riesig
Die Schweizer Fans feiern das siegreiche Team
Roger Federer
Gasquet hat das Nachsehen
Severin Luthi ballt die Faust
Verfolgen das Spiel von der Bande: Gaël Monfils und Jo-Wilfried Tsonga
Blick ins Pierre Mauroy Stadion
Federer hört seinem Coach zu
Coach des französischen Teams Lionel Roux, Julien Benneteau und Trainer Michael Llodra
Federer holt aus
Richard Gasquet
Roger Federers Gesicht durch sein Racket gesehen

Davis-Cup-Final: Tag 3. Das Einzel

Keystone

Nach dem verwandelten ersten Matchball nach 1:52 Stunden Spielzeit feierten die mit Kuhglocken ausgestatteten Schweizer Fans ihren Superstar im ausverkauften Stade Pierre Mauroy frenetisch mit «Hopp Schwyz»-Rufen. Die «hässlichste Salatschüssel der Welt» hatte Federer in seiner illustren Sammlung mit unter anderem 82 Turniersiegen noch gefehlt. Der 33-Jährige tat es damit endlich seinen Dauerrivalen Novak Djokovic (Serbien) und Rafael Nadal (Spanien) gleich, die beide schon den Davis Cup gewonnen haben.

Mit dem Sieg am Sonntag holte sich die Schweiz zum ersten Mal in 115 Jahren den Davis Cup. 1992 verlor sie den Final gegen die USA. (sid/sda)

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