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Es geht eigentlich um nichts: Was Sie zum Testspiel zwischen der Schweiz und Kroatien trotzdem wissen müssen

Die Schweizer Spieler können sich im Test gegen Kroatien auf Zuschauer freuen.

Die Schweizer Spieler können sich im Test gegen Kroatien auf Zuschauer freuen.

Im Testspiel gegen Kroatien dürfen zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder Zuschauer an ein Spiel der Schweizer Nationalmannschaft. Obwohl es im Test um nichts geht, gibt er einiges zu reden. Die drei wichtigsten Punkte.

Endlich wieder Zuschauer

Sowohl in der Ukraine als auch gegen Deutschland im St. Jakob-Park spielte die Schweiz in den ersten beiden Nations-League-Spielen vor leeren Rängen. Im Testspiel gegen Kroatien im St. Galler Kybunpark sind nun zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie Zuschauer zugelassen, 5000 an der Zahl. Das entspricht 30 Prozent der Kapazität des Stadions, so wie es die Uefa vorschreibt.

Fans, die aus Kroatien anreisen, sind keine zugelassen. Die Schweizer Spieler dürfen also auf tatkräftige Unterstützung von den Rängen zählen und auch während der Nationalhymne wird es lauter werden als noch in Basel gegen Deutschland.

Viele Coronafälle

«Wir können uns gegenseitig helfen», sagte Nationaltrainer Vladimir Petkovic zum Aufgebot von Xherdan Shaqiri. Er helfe der Mannschaft mit seinem Spielwitz und die Mannschaft hilft ihm wieder Spielzeit zu erhalten. Am Montag der Schock: Shaqiri wird positiv auf das Coronavirus getestet. Er wird sofort in seinem Hotelzimmer isoliert. Kein Comeback für Shaqiri, der seit 16 Monaten nicht mehr für die Nati auflief.

Neben Shaqiri muss die Schweiz auch auf Renato Steffen verzichten, der in seinem Verein Wolfsburg positiv getestet wurde. Steffens Klubkollege Admir Mehmedi durfte nach negativem Testergebnis verspätet zur Mannschaft stossen.

Auf Seiten der Kroaten war die Teilnahme von Genua-Akteur Milan Badelj ungewiss. Über 20 Fälle verzeichnete das italienische Serie-A-Team – darunter auch Nationalspieler Marko Pjaca, der deswegen nicht im Aufgebot steht. Badelj wiederum wurde negativ getestet und konnte wie Mehmedi verspätet dazustossen und nach St. Gallen reisen.

Wegen Shaqiris Coronafall stand die Partie kurzzeitig auf der Kippe. Die St. Galler Gesundheitsbehörden gaben aber Grünes Licht für das Spiel.

Testspiel für die Kasse der Uefa

Eigentlich stehen die Nations-League-Partien stellvertretend für die früheren Testspiele. Wieso also noch ein weiteres Testspiel ansetzen, wenn die Spieler ohnehin schon auf dem Zahnfleisch laufen wegen den gedrängten Spielplänen? Remo Freuler enervierte sich öffentlich darüber: «Es wäre gerade in dieser Zeit nicht nötig gewesen, einen Test anzusetzen.»

Die Testspiele gegen Kroatien und im November gegen Belgien hat jedoch die Uefa vorgeschrieben. Die Spiele ersetzen das Vierländerturnier, das Ende März in Katar hätte stattfinden sollen. Das Turnier musste wegen Corona abgesagt werden, weshalb der Uefa Einnahmen aus TV-Geldern fehlten. Die Testspiele sind also quasi Nachholspiele, um die Kasse der Uefa zu füllen.

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