Motorsport-Legende
Enzo Ferraris Sarg knapp vor Diebstahl durch Schmuggler gerettet

Enzo Ferrari, Gründer der gleichnamigen Automarke, starb 1988 im Alter von 90 Jahren. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf einem Friedhof in Modena. Dort kommt er aber leider nicht wirklich zur Ruhe.

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Enzo Ferrari (r.) mit dem erst kürzlich verstorbenen John Surtees (1964). Die italienische Polizei konnte den Diebstahl seiner sterblichen Überreste verhindern.

Enzo Ferrari (r.) mit dem erst kürzlich verstorbenen John Surtees (1964). Die italienische Polizei konnte den Diebstahl seiner sterblichen Überreste verhindern.

Keystone

Der italienische Automobil-Patron Enzo Ferrari starb 1988 im Alter von 90 Jahren. Er ist auf einem Friedhof in Modena beerdigt. Fast 30 Jahre nach der Bestattung sollten nun offenbar die Überreste gestohlen werden. Die italienische Polizei konnte es verhindern und nahm rund 30 Mitglieder einer Drogen- und Waffenschmugglerbande aus Sardinien fest.

Die Bande hatte vor, den Sarg mit den sterblichen Überresten des legendären Rennfahrers und Autobauers zu stehlen und Lösegeld von seiner Familie zu erpressen. Wie die Polizei nach den Festnahmen am Dienstag mitteilte, war die Bande wegen ihrer Schmuggelgeschäfte in Sardinien und Norditalien ins Visier der Ermittler geraten. Die Verbrecher planten, sich neue Geldquellen zu erschliessen.

Enzo Ferrari im Alfa Romeo ES in Mugello im Jahr 1921.

Enzo Ferrari im Alfa Romeo ES in Mugello im Jahr 1921.

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Es habe bereits einen detaillierten Plan gegeben, wie der Sarg gestohlen, versteckt und die Familie kontaktiert werden sollte, berichtete die Polizei. Enzo Ferraris Sarg befindet sich hinter einer Marmorplatte in einer Gruft, die mit einer schweren Metallgittertür verschlossen ist.

Der Fall erinnert an das Jahr 1978, als es in der Schweiz zwei Männern gelang, den Sarg von Charlie Chaplin vom Friedhof in Corsier-sur-Vevey zu stehlen. Die Täter verlangten von den Hinterbliebenen Lösegeld, wurden jedoch gefasst. Die sterblichen Überreste des Stummfilm-Genies wurden erneut bestattet.

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