Das Wichtigste vorne weg: Nach der gestrigen Blamage des FC Basel gegen Belenenses gab es heute wenigstens eine gute Meldung: Breel Embolo hat sich nicht verletzt. Der 18-Jährige, der gestern unter starken Schmerzen auf der Bahre vom Platz getragen werden musste, konnte heute sogar schon wieder leicht trainieren. «Er ist leicht Velo gefahren, laufen geht auch schon wieder besser», so Urs Fischer heute.

Die Ursache für die gestrigen Schmerzen war eine Weichteilquetschung. «Er hat sich im Knie irgendwie etwas eingeklemmt, das wurde behandelt und konnte bereits wieder gelöst werden», so Fischer weiter. Embolo sei bereits wieder schmerzfrei. Doch auch wenn die Schmerzen verschwunden sind, ist sein Einsatz gegen YB am Sonntag (ab 16 Uhr im Liveticker) sehr fraglich.

Aufarbeitung statt Ausblick

Über eben dieses Spiel wollte Urs Fischer an der heutigen Vorschau-Pressekonferenz aber irgendwie nicht sprechen – und auch nicht darüber, wie er den Gegner einschätze. Fischer war einzig zu entlocken, dass er YB für eine gute Mannschaft halte, die in der Offensive sehr schnelle, wenige Spieler habe und generell auf Tempo spiele. Aber: «Es geht nicht darum, was ich von YB erwarte, sondern darum, was ich von meiner Mannschaft erwarte. Und das ist eine Reaktion.»

Eine Reaktion auf das, was seine Spieler gestern auf dem Platz gezeigt haben. «Wir haben nach dem 1:0 abgestellt. In diesen 30 Minuten nach dem Tor ging gar nichts mehr, das ist unüblich. Es ist wirklich nicht gut gewesen.»

Dies habe zum einen sicher mit dem Gegner zu tun gehabt, der die Räume sehr eng gemacht hat, aber vor allem auch an der eigenen Leistung. «Wenn du deinen Job nicht machst, musst du nicht über den Gegner reden.»

Doch was war passiert, dass der FCB solch einen Totalausfall hatte? Dass, wie Fischer selber sagt, aus unerklärlichen Gründen nichts mehr funktioniert hat? «Ich habe keine Antwort darauf. Ich habe die Spieler gefragt, und auch von ihnen hat mir keiner eine Antwort geben können.» 

Auch wenn man sich selber also nicht erklären kann, was zur schlechtesten Leistung unter Fischer geführt hat, gilt es nun, die Lehren doch irgendwie daraus zu ziehen und am Sonntag wieder zu zeigen, zu was man fähig ist.

Dass zwischen der bitteren Niederlage, die Fischer und dem ganzen Team sehr weh tut, und dem Spitzenspiel gegen YB nur knapp zweieinhalb Tage liegen, kommt für einmal nicht so ungelegen: «Nach einer Niederlage ist es immer umso besser je schneller der nächste Match kommt.»

Für ein paar Spieler kommt der Match aber zu schnell. Denn nicht nur Embolo wird wie erwähnt wohl passen müssen, auch für Daniel Hoegh und Adama Traoré, die heute beide das erste Mal wieder mit der Mannschaft trainieren konnten, kommt das Spiel gegen YB zu früh. Das Gleiche gilt wohl für Tomas Vaclik, der auf gutem Weg ist nach seiner Prellung am Knie, aber auch bei ihm wird man wohl nichts riskieren wollen.