EM-Achtelfinal
Silvan Widmer: «Es wäre das grösste Spiel meiner Karriere»

Der FCB-Verteidiger spricht vor dem Achtelfinal der Schweiz gegen Frankreich über seine Erfahrungen an der EM, Kylian Mbappé und die Aussichten der Nati auf einen historischen Triumph.

Etienne Wuillemin
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Überzeugte gegen die Türkei: Silvan Widmer.

Überzeugte gegen die Türkei: Silvan Widmer.

Ozan Kose / Pool / EPA

Das Training im Stadion «Tre Fontane» in Rom ist soeben vorbei. Ganz am Schluss hat die Schweizer Nationalmannschaft auch noch Penaltys trainiert - man weiss ja nie. Silvan Widmer sagt mit einem Lächeln im Gesicht: «Ich habe meinen Penalty verwertet und würde auch gegen Frankreich antreten, wenn es gewünscht ist.» Vier Tage dauert es noch bis die Schweiz am Montag um 21:00 Uhr im EM-Achtelfinal Frankreich fordert. Widmer spricht über ...

... über die Herausforderung, gegen Weltmeister Frankreich zu spielen:

Es ist eine grosse Ehre, Frankreich zu fordern. Aber wir werden ganz bestimmt nicht in das Spiel reingehen und denken: <Schön, dass wir mitspielen dürfen.> Wir werden mit der Einstellung und dem Glauben auf den Platz gehen, dass wir den Sieg holen können. Das hat sich in unseren Köpfen festgesetzt. Die Vorfreude auf das Spiel ist riesig.

... über seinen möglichen Gegenspieler Kylian Mbappé:

Ob jetzt Mbappé oder Griezmann oder viele andere: Wir kennen die Spieler und ihre Qualitäten bestens, weil wir sie ja fast jeden Dienstag- oder Mittwochabend in der Champions League sehen. Wir kennen ihre Stärken, aber auch ein paar Schwächen - die ich natürlich nicht verrate, sonst könnten wir sie nicht mehr ausnutzen.

... über seinen persönlichen Weg an dieser EM:

Im ersten Spiel bin ich noch nicht zum Zug gekommen. Gegen Italien sind mir nach der Einwechslung ein paar gute Aktionen gelungen. Schliesslich ist es mir gegen die Türkei gelungen, ein paar gute Argumente für mich zu liefern. Ob ich jetzt nochmals ran darf, weiss ich natürlich noch nicht. Aber ich hoffe es natürlich. Für mich wäre ein Einsatz gegen Frankreich das grösste Spiel meiner Karriere. Aber ich würde es genau gleich vorbereiten wie jedes andere und an meine Qualitäten glauben. Ich war auch gegen die Türkei nicht mehr nervös als sonst.

... über die Lehren aus der Niederlage gegen Italien:

Das war sicher ein lehrreiches Spiel. Wir waren läuferisch unterlegen und zu wenig in die Zweikämpfe gekommen. Das darf und wird uns nicht mehr passieren.

... über seine persönliche Zukunft:

International zu spielen, war und ist immer ein persönliches Ziel von mir. In den letzten drei Jahren mit dem FC Basel konnten wir das leider nur einmal. Ich habe einen Vertrag für die nächste Saison. Ein Transfer ins Ausland ist eine Option, aber im Moment befasse ich mich logischerweise ausschliesslich mit der Nationalmannschaft.