Das grosse Rechnen
Nach dem Sieg gegen die Türkei ist Optimismus angebracht: Unter diesen Umständen qualifiziert sich die Schweizer Nati für den EM-Achtelfinal

Das Schweizer Nationalteam beendet die Vorrunde auf Rang 3 der Gruppe A – sie muss nun warten, ob ihre vier Punkte für den Achtelfinal reichen. Wir rechnen vor, worauf die Nati nun achten muss.

Etienne Wuillemin
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Hoffen auf die Schweiz – aber geht es wirklich weiter für die Nati?

Hoffen auf die Schweiz – aber geht es wirklich weiter für die Nati?

Ronald Wittek / EPA (Archivbild, Juni 2006)

Die Ausgangslage

Seit 2016 dürfen an der EM jeweils 24 Mannschaften mitmachen. Das bedeutet: Nicht nur die jeweils zwei besten Teams der sechs Gruppen qualifizieren sich für die nächste Runde, sondern auch die vier besten Gruppendritten. Genau darum ist das Turnier für die Schweiz noch nicht vorbei. Nun beginnt das Warten. Bis am Mittwoch sind sämtliche Gruppenspiele absolviert, danach wird abgerechnet.

Die Ausgangslage für die Schweiz mit ihren vier Punkten ist gut. An der EM 2016 kamen sogar zwei Teams noch in den Achtelfinal mit drei Punkten. Und auch jetzt ist der Optimismus angebracht. Trotzdem gibt es Horror-Szenarien, nach denen die Nati doch noch ausscheidet. Was muss dafür passieren? Vier Gruppendritte müssten die Schweiz dafür noch überholen. Unsere Übersicht zeigt, wie das gehen könnte.

Die Schweiz qualifiziert sich für den Achtelfinal, wenn...

Die Schweiz ist dann für den Achtelfinal qualifiziert, wenn mindestens zwei der folgenden Szenarien eintreten:

... mindestens zwei der folgenden Szenarien eintreten:

  • Gruppe B: Entweder Belgien gegen Finnland gewinnt. Oder Dänemark gegen Russland gewinnt.
  • Gruppe C: Im Spiel Österreich gegen Ukraine gibt es einen Sieger.
  • Gruppe D: Das Spiel Kroatien gegen Schottland endet unentschieden.
  • Gruppe E: Schweden gegen Polen endet unentschieden oder die Schweden gewinnen.
  • Gruppe F: Portugal verliert gegen Frankreich.

Die Schweiz scheidet aus, wenn...

... mindestens vier der folgenden fünf Szenarien eintreten:

  • Gruppe B: Sowohl Finnland (gegen Belgien), wie auch Russland (gegen Dänemark) holen mindestens einen Punkt. 
  • Gruppe C: Das Spiel Österreich-Ukraine endet unentschieden. 
  • Gruppe D: Im Spiel Kroatien-Schottland gibt es einen Sieger.
  • Gruppe E: Polen gewinnt gegen Schweden.
  • Gruppe F: Portugal holt gegen Frankreich einen Sieg oder ein Unentschieden.

Die ausführlichen Szenerien in den verschiedenen Gruppen

Gruppe B

Die letzten Spiele: Finnland-Belgien und Russland-Dänemark, am Montagabend 21:00 Uhr.

So wäre der Gruppendritte besser als die Schweiz: Wenn Finnland und Russland beide mindestens einen Punkt holen, haben die Finnen als Dritte ebenfalls vier Punkte, allerdings die bessere Tordifferenz als die Schweiz und wären darum vorne.

Bester Fall für die Schweiz: Belgien gewinnt gegen Finnland. Oder Dänemark gewinnt gegen Russland. Tritt einer der beiden Fälle ein, weist der Gruppendritte maximal drei Punkte auf und ist hinter der Schweiz klassiert. Zudem gäbe es noch eine weitere Variante: Finnland besiegt Belgien, Dänemark und Russland spielen 0:0-Unentschieden. Dann hätten die Russen als Dritte vier Punkte, ebenfalls Tordifferenz -2, aber ein Tor weniger erzielt als die Schweiz.

Gruppe C

Die letzten Spiele: Nordmazedonien-Holland und Ukraine-Österreich, am Montag um 18:00 Uhr.

So wäre der Gruppendritte besser als die Schweiz: Bei einem Unentschieden zwischen der Ukraine und Österreich hätten beide Teams vier Punkte - Österreich wäre wegen der geringerer Anzahl erzielter Tore Dritter, hätte aber die bessere Tordifferenz als die Schweiz und wäre darum in der Rangliste der Dritten besser klassiert.

Bester Fall für die Schweiz: Im Spiel Ukraine gegen Österreich gibt es einen Sieger. Dann hätte der Verlierer als Dritter nur drei Punkte.

Gruppe D

Die letzten Spiele: England-Tschechien und Kroatien-Schottland, Dienstagabend um 21:00 Uhr

So wäre der Gruppendritte besser als die Schweiz: Wenn Kroatien gegen Schottland gewinnt.

Bester Fall für die Schweiz: Kroatien und Schottland spielen Unentschieden. Dann wäre der Gruppendritte hinter der Schweiz klassiert.

Gruppe E

Die letzten Spiele: Schweden-Polen und Spanien-Slowakei am Mittwoch um 18:00 Uhr

So wäre der Gruppendritte besser als die Schweiz: Polen gewinnt gegen Schweden. Dann ist der Dritte unerheblich vom Ausgang des Spiels Spanien-Slowakei besser als die Schweiz.

Bester Fall für die Schweiz: Polen gegen Schweden endet unentschieden oder mit einem Sieg der Schweden. Dann ist der Dritte sicher schlechter als die Schweiz.

Gruppe F

Die letzten Spiele: Deutschland-Ungarn und Frankreich-Portugal am Mittwochabend um 21:00 Uhr.

So wäre der Gruppendritte besser als die Schweiz: Portugal holt gegen Frankreich mindestens ein Unentschieden. In diesem Fall wäre die Schweiz gegenüber dem Dritten einzig dann im Vorteil, wenn Ungarn gegen Deutschland 1:0 gewinnt und in der Fairplaywertung schlechter wäre als die Schweiz (aktueller Stand: Schweiz 4 Strafpunkte. Ungarn 3 Strafpunkte).

Bester Fall für die Schweiz: Portugal verliert gegen Frankreich. In diesem Fall ist der Dritte sicher hinter der Schweiz klassiert.

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