Der neue Hoffnungsträger: Beat Forster.

Nach dem Verlust der beiden Stürmer Matthias Rossi und Gaëtan Haas kann Biel knappe Spiele nicht entscheiden, indem es ein Tor mehr erzielt. Sondern indem eines weniger kassiert. Beat Forster hat auch mit 34 Jahren das Potenzial zum Verteidigungsminister in einem Team, das oft unter Druck stehen wird.

 

Das alte Sorgenkind: Die Identität.

Auch in der 10. Saison nach dem Wiederaufstieg von 2008 und im zweiten Jahr im neuen Hockey-Tempel lautet die Frage nach wie vor: Playout-Kandidat oder Spitzenteam? Die Bieler haben mit dem Aufstieg aus der NLB und dem Bau eines neuen Stadions ein Hockeywunder vollbracht. Aber nun stehen sie vor der grössten Herausforderung: der Schritt vom Strichkandidaten zum sicheren Playoffteam.

Schafft der EHC Biel den Schritt vom Strichkandidaten zum sicheren Playoffteam?

Schafft der EHC Biel den Schritt vom Strichkandidaten zum sicheren Playoffteam?

Der Schlüsselspieler: Jonas Hiller.

Der Goalie ist auch in seiner zweiten Saison der mit Abstand wichtigste Einzelspieler. In seiner ersten Saison hat er mit seiner Präsenz, mit seinem Charisma die Mannschaft besser gemacht und dafür gesorgt, dass jeder so verteidigte, als sei er ein paar Kilo schwerer und ein paar Zentimeter grösser. Biel braucht diese Wirkung in seiner zweiten Saison noch viel nötiger.

Jonas Hiller: Der routinierte Goali des EHC Biel.

Jonas Hiller: Der routinierte Goali des EHC Biel.

Der Trainer: Mike McNamara.

Biel leistet sich auf der wichtigsten sportlichen Führungsposition ein Provisorium. «Hockey-Rentner» Mike McNamara (68!) hat letzte Saison die Mannschaft nach der Entlassung von Kevin Schläpfer übernommen und sollte nur für ein paar Spiele bleiben. Aber es ist so gut gelaufen (Playoffs erreicht), dass er geblieben ist. Das Risiko ist überschaubar. Im Falle eines Falles, wird seine Amtsenthebung gratis sein: Er zieht sich einfach wieder in die Juniorenabteilung zurück und sein ambitiöser Assistent Anders Olsson (42) wird zum Cheftrainer befördert.

Mike McNamara: Biels Headcoach kann auf die Unterstützung seines schwedischen Assistenztrainers zählen.

Mike McNamara: Biels Headcoach kann auf die Unterstützung seines schwedischen Assistenztrainers zählen.

Fazit

Mit der «Post-Schläpfer-Ära» hat nach elf Jahren ein neues Zeitalter begonnen. Das «alte» Biel bezog seine Identität aus den Emotionen, die Kevin Schläpfer als Sportchef oder Trainer entfachte. Nun ist das «neue» Biel ganz rational ausgerichtet. Das ist hockeytechnisch klug und richtig. Aber wer neben gutem Hockey auch allerlei Unterhaltung und viel Drama mag, der wird der «Schläpfer-Ära», halt schon ein wenig nachtrauern.

«Nordwestschweiz»-Tipp

7. Platz nach der Qualifikation