Eishockey-WM

Weshalb die Schweizer Hockey-Nati auf Verstärkung aus der NHL hofft

Der Appenzeller Timo Meier (vorne) dürfte gegen Ende Woche zum Schweizer WM-Team stossen.

Der Appenzeller Timo Meier (vorne) dürfte gegen Ende Woche zum Schweizer WM-Team stossen.

Timo Meier ist mit den San Jose Sharks aus den Playoffs ausgeschieden. Dasselbe Schicksal droht den drei Schweizern bei den Nashville Predators, Roman Josi, Kevin Fiala und Yannick Weber in der Nacht auf Dienstag. Das Schweizer WM-Team in Kopenhagen hat noch Platz für die NHL-Profis.

22 von maximal 25 Spieler sind von Swiss Icehockey für die laufende Eishockey-WM in Dänemark registriert worden. Das heisst, dass man bis Ende Turnier noch drei Kaderplätze offen hat. Zwar sassen mit Samuel Walser, Dave Sutter, Jonas Siegenthaler und Gilles Senn in den ersten beiden WM-Partien gegen Österreich (3:2 n.V.) und die Slowakei (2:0) vier überzählige Spieler auf der Tribüne. Die Aussichten, dass einer aus dem Quartett in Dänemark tatsächlich noch zum Einsatz kommt, sind unter normalen Umständen aber bescheiden.

Das gilt seit letzter Nacht vor allem für Stürmer Samuel Walser. Der Center, der den HC Davos im Hinblick auf die kommende Saison in Richtung Fribourg-Gottéron verlässt, wird, wenn sich im Spiel der Schweizer am Dienstagabend gegen Tschechien keiner der etablierten Stürmer verletzt, kaum zum Zug kommen. Einerseits wurde er trotz der Sperre gegen Stürmer Sven Andrighetto nicht registriert (Verteidiger Joel Genazzi spielte im Sturm). Anderereits, weil mit Timo Meier in der Nacht auf Montag einer der Schweizer NHL-Cracks mit den San Jose Sharks aus den Playoffs ausgeschieden ist.

Timo Meier am Wochenende im Einsatz?

Meier dürfte, wenn er fit ist und von seinem Klub die Freigabe erhält, spätestens Ende Woche in Kopenhagen eintreffen und vermutlich schon am Samstag im Spiel gegen Russland für die Schweiz antreten.

Noch schlechter wären Walsers Perspektiven, wenn sich in der Nacht auf Dienstag auch die Nashville Predators aus den Playoffs verabschieden. Dann stünden Nationalcoach Patrick Fischer mit Roman Josi, Kevin Fiala und Yannick Weber mit einem Schlag drei weitere NHL-Profis zur Verfügung (bei entsprechender Fitness und Freigabe). Somit würden die restlichen drei Schweizer WM-Kaderplätze mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an die Cracks aus Übersee vergeben.

Der Vorteil der Power-Breaks

Patrick Fischer kann auch deshalb warten und vorderhand auf personelle Rochaden verzichten, weil seine Spieler allesamt fit sind und er sie bisher auch nicht über Gebühr forcieren musste. Möglich machen das unter anderen die drei Power-Breaks pro Drittel, welche zwar für die Fans ein Ärgernis sind, aber für die Spieler willkommene, zusätzliche Ruhepausen bieten.

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