U20-WM

Vorzeitiges WM-Ende für Schweizer Junioren nach starker Vorrunde

Der Schweizer Goalie Luca Hollenstein konnte trotz 33 Paraden das Schweizer Ausscheiden in den Viertelfinals der U20-WM nicht verhindern

Der Schweizer Goalie Luca Hollenstein konnte trotz 33 Paraden das Schweizer Ausscheiden in den Viertelfinals der U20-WM nicht verhindern

Für die U20-Junioren endet die Eishockey-Junioren-WM in Tschechien vorzeitig. Die Schweizer verlieren den Viertelfinal gegen Russland mit 1:3.

Nach der besten Vorrunde aller Zeiten an einer Junioren-Weltmeisterschaft (9 Punkte gewonnen) und dem feinen Erfolg über Weltmeister Finnland (5:2) nahmen die Schweizer Träume von einer zweiten Medaille (nach 1998 in Helsinki) ein jähes Ende. Die Russen erwiesen sich in Trinec im Viertelfinal als klar besser (36:15 Schüsse). Die Russen dominierten die Partie.

Die Schweizer durften sich einzig Mitte des zweiten Drittels Hoffnungen auf eine Überraschung machen. Der 18-jährige Gaëtan Jobin, der in der wichtigsten kanadischen Junioren-Liga spielt, glich in der 28. Minute entgegen des Spielverlaufs zum 1:1 aus. Danach kamen die Schweizer in Überzahl zu zwei Möglichkeiten, sogar in Führung zu gehen.

Nicht das schweizerische, sondern das russische Powerplay entschied aber die Partie. Den Russen gelang nach 22 Minuten das 1:0 und 107 Sekunden vor der zweiten Pause das wegweisende 3:1 mit jeweils einem Mann mehr auf dem Eis. Dimitri Woronkow erzielte beide Powerplay-Tore. Die Schweizer schlugen aus fünf Powerplay-Möglichkeiten kein Kapital.

Schweizer Niederlagen in den Viertelfinals der U20-WM entsprechen der Norm. Seit 2003 erreichten die Schweizer an U20-Titelkämpfen nur zweimal die Halbfinals: 2010 gewannen die Schweizer dank zwei Goals von Nino Niederreiter im Viertelfinal gegen Russland mit 3:2 nach Verlängerung; 2019 wurde Schweden in den Viertelfinals sensationell 2:0 besiegt.

Telegramm:

Schweiz - Russland 1:3 (0:0, 1:3, 0:0)

Trinec. - 3158 Zuschauer. - SR Campbell/Heikkinen (CAN/FIN), Lederer/Nordlander (CZE/SWE). - Tore: 22. Woronkow (Dennissenko, Alexandrow/Ausschluss Berri) 0:1. 28. Jobin (Salzgeber) 1:1. 35. Chowanow (Dennissenko) 1:2. 39. Woronkow (Chowanow, Samula/Ausschluss Verboon) 1:3. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Hollenstein; Berni, Aebischer; Guggenheim, Moser; Gross, Pezzullo; Wetter, Schmid, Berri; Verboon, Nussbaumer, Kohler; Gerber, Salzgeber, Sopa; Jobin, Patry, Knak; Mettler.

Russland: Askarow; Galenjuk, Romanow; Samula, Pylenkow; Schurawljow, Misjul; Malyschew; Sokolow, Chowanow, Dennissenko; Alexandrow, Morosow, Dorofejew; Podkolsin, Woronkow, Martschenko; Sorokin, Kruglow, Rtischew; Groschew.

Bemerkungen: Schweiz ohne Henauer (verletzt). - Schüsse: Schweiz 15 (3-7-5); Russland 36 (10-15-11). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/5; Russland 2/7.

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