Offensichtlich wurde im sechsten Spiel, dass das juristische Hick-Hack in dieser Serie durchaus die Leistungen der beiden Teams beeinflusste. Nach dem für ihn ungünstigen Einzelrichterentscheid hatte der EHC Visp letzte Woche in den Spielen 4 (0:5) und 5 (0:2) kein Bein vor das andere gebracht und in 120 Spielminuten nicht einmal mehr ein Tor erzielt. Das Verbandssportgericht gab Mitte dieser Woche den Wallisern nicht nur den vor einer Woche errungenen Auswärtssieg in Spiel 3 zurück, er verlieh damit den Vispern auch neuen Elan und Leidenschaft.

Die Oberwalliser waren gegenüber den letzten Partien nicht mehr wiederzuerkennen. Sie hätten schon nach dem ersten Abschnitt mit vier Toren statt nur 2:0 führen müssen. Und sie steckten den Schock des zwischenzeitlichen Langenthaler Ausgleichs problemlos weg. Bloss 126 Sekunden nach dem 2:2-Ausgleich brachte Beat Heldstab, der in doppelter Überzahl einen Weitschuss von James Desmarais abfälschte, den EHC wieder in Führung (32.). In der zweiten Spielhälfte brachte der Aussenseiter den knappen Vorsprung über die Distanz. Die Tore vom 3:2 zum 5:2 fielen erst in den letzten 130 Sekunden.

Visp - Langenthal 5:2 (2:0, 1:2, 1:0).

Litternahalle. – 3955 Zuschauer. – SR Rochette/Wehrli, Fluri/Müller. – Tore: 6. Altorfer (Samuel Keller) 1:0. 19. Sigrist (Desmarais, Dolana) 2:0. 28. Füglister 2:1. 29. Kelly (Tschannen, Guyaz/Ausschluss Andy Furrer) 2:2. 32. Heldstab (Dolana, Desmarais/Ausschlüsse Fröhlicher, Campbell) 3:2. 58. Dolana (Desmarais, Sigrist) 4:2. 60. (59:34) Dolana (Desmarais, Altorfer) 5:2 (ins leere Tor). – Strafen: je 4mal 2 Minuten. – Bemerkungen: Visp mit Schoder, Langenthal mit Eichmann im Tor. Visp ohne Kowaljew (verletzt) und nur mit einem Ausländer.