WM in Dänemark

Viele Wege führen zu Punkten: Schweizer feiern mit 2:0 den ersten WM-Sieg gegen die Slowakei überhaupt

Die Schweizer Nationalmannschaft holt an der WM in Kopenhagen den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Das Team von Coach Patrick Fischer gewinnt nach einer guten Leistung gegen die Slowakei 2:0.

Ist es nicht etwas verfrüht, schon nach zwei von sieben Vorrundenspielen von einer Viertelfinal-Qualifikation der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft zu schreiben? Nein: Und zwar aus zwei Gründen.

Erstens: Lassen wir die Zahlen sprechen. Aus den beiden Spielen gegen Aufsteiger Österreich (3:2 n.V.) und gegen einen der Hauptkonkurrenten im Kampf um einen Viertelfinalplatz, die Slowakei (2:0), holten die Schweizer am ersten Wochenende fünf von sechs möglichen Punkten.

Also sollten nach normalem Ermessen schon zwei «Pflichtsiege» gegen die deutlich schwächer einzustufenden Teams aus Weissrussland und Frankreich reichen, um sich unter den Top-4 der Kopenhagen-Gruppe zu klassieren.

Eine abgeklärte Leistung

Zweitens: Lassen wir den äusseren Eindruck sprechen. Gegen die Österreicher waren die Schweizer über weite Strecken des Spiels die klar bessere Mannschaft und verloren nur mit viel Pech (und auch einer Portion Unvermögen) einen Punkt. Gegen die Slowaken zeigte die Mannschaft von Headcoach Patrick Fischer eine abgeklärte Leistung.

Die frühe Führung durch Tristan Scherwey (12.) war der Lohn für einen sehr engagierten und entschlossenen Auftritt. Mirco Müllers Tor in Unterzahl, kurz nach Beginn des Mitteldrittels, sorgte für eine Beruhigung der Nerven.

In der Defensive dichtgehalten

Im Gegensatz zum Spiel gegen Österreich, als der 2:0-Vorsprung nicht reichte, schafften es die Schweizer diesmal, in der Defensive dichtzuhalten. Sie liessen nur sehr wenige gute Abschlüsse der Slowaken zu. Und dann stand mit Reto Berra noch ein Goalie im Tor, der sehr viel Ruhe ausstrahlte und eine tadellose Leistung ablieferte, welche mit einem Shutout belohnt wurde.

Gut auch aus Sicht der Schweizer ist die Tatsache, dass man nicht von einer Sturmlinie abhängig ist. War es gegen die Österreicher noch der «Bündner» Sturm um Nino Niederreiter und Enzo Corvi (je 1 Tor, 1 Assist), der in der Offensive mehrheitlich für die Musik sorgte, so war es gegen die Slowakei die Linie um das Berner Duo Tristan Scherwey (1 Tore, 1 Assist) und Gaetan Haas, die als offensives Schwungrad diente. Das war umso bemerkenswerter, weil dieser Sturm durch die Sperre gegen Sven Andrighetto (siehe nebenstehender Artikel) neu formiert werden musste.

Nach einem Ruhetag haben die Schweizer nun die Chance, sich am Dienstagabend gegen die bisher alles andere als unwiderstehlichen Tschechen weitere Punkte zu sichern. Es wären die nächsten Schritte Richtung Viertelfinal.

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