National League

Ursachen des Bieler Breaks zum Halbfinal-Auftakt

Goalie Jonas Hiller (links) und Abwehrspieler Beat Forster (rechts): zwei wertvolle Veteranen in den Reihen des EHC Biel

Goalie Jonas Hiller (links) und Abwehrspieler Beat Forster (rechts): zwei wertvolle Veteranen in den Reihen des EHC Biel

Der EHC Biel imponiert mit einem 4:2-Auftaktsieg in den Playoff-Halbfinals beim Qualifikationssieger Bern. Ist es der erste Schritt zur Wachablösung im Kanton Bern?

Beat Forster, Bieler Abwehr-Veteran mit einem halben Dutzend Meistertiteln im Palmarès, sprach davon, dass es den Seeländern gelungen sei, das eigene Spiel durchzuziehen. "Nur in der Spielmitte kamen wir noch kurz vom Weg ab."

Teamkollege Damien Brunner fügte aber gleich an: "Wir liessen nicht mehr viel zu. Sicher war unsere frühe 3:0-Führung etwas schmeichelhaft. Doch die Mannschaft spielte gut, und Doppeltorschütze Toni Rajala gar extragut." Für den 27-jährigen finnischen Matchwinner Rajala waren die Tore zum 1:0 (6.) und 3:0 (22.) das 14. Doppelpack in der Schweiz und für Biel, wo er seit 2016 unter Vertrag steht.

Eine mentale Müdigkeit beim SC Bern war aufgrund der hohen Fehlerquote bis zur Spielmitte nicht zu übersehen. Diese dürfte auf das Schweizer Playoff-Rekordspiel des SCB vom letzten Donnerstag zurückzuführen sein, als der Qualifikationssieger in Genf erst nach 118 Minuten als Sieger der Partie und der Serie das Eis verliess.

Thomas Rüfenacht, ein Playoff-Spieler vom alten Schrot und Korn in den Reihen des SC Bern, konstatierte gegenüber dem Schweizer Fernsehen: "Wir haben nicht das Spiel gezeigt, das wir wollten. Es lief einfach nicht. Wir verzeichneten schlechte Energie. Das darf nicht passieren. Wir müssen wach sein. Biel zeigte es uns."

Frick: "Wollten für uns schauen"

Beim 3:1-Sieg von Zug gegen Lausanne war der Spielausgang standesgemäss. Der Zuger Sven Leuenberger meinte: "Je länger die Partie dauerte, desto besser kamen wir in den Rhythmus. Der etwas harzige Start war auf unsere längere Pause nach den vier Viertelfinalspielen gegen Lugano zurückzuführen."

Der Lausanner Joël Vermin befand, dass die Waadtländer bei den Gegentoren dem EVZ einfach zu viel Spielraum gewährt hätten. Dass sich Lausanne die Ehrung des besten Spielers beim EVZ (Carl Klingberg) nach Spielende nicht mehr antun wollte und die Gäste-Spieler Richtung Katakomben verschwanden, wurde von den Zuschauern mit Pfiffen und Buhrufen quittiert. Lukas Frick erklärte das Lausanner Verhalten gegenüber dem TV-Sender MySports so: "Wir wollten für uns schauen. Wir haben als Team so entschieden, deshalb haben wir es so gemacht."

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