Es sind spezielle Tage für Mathias Seger. Die 40-jährige Verteidigerlegende der ZSC Lions befindet sich auf der Zielgeraden seines Karriere-Marathons. Und zum Abschluss erwartet ihn noch mal ein besonderes Supplement: Eine Finalserie! Und somit die Chance, seine grandiose Laufbahn mit einem Meistertitel zu krönen. Es wäre sein sechster.

Im bisherigen Verlauf der Playoffs war Mathias Seger in jedem Spiel mehr oder weniger zum Einsatz gekommen. Sowohl im Viertelfinal gegen den EV Zug (4:1-Siege für die Lions) als auch im Halbfinal gegen Titelverteidiger Bern (4:2) erhielt der ehemalige Captain allerdings im Schnitt nur 8:25 Minuten Eiszeit pro Spiel. Was zeigt, dass er auf dem Eis nur noch beschränkten Wert hat für seine Mannschaft.

Seger tut alles für den Erfolg

Mathias Segers Verdienste für die ZSC Lions sind unendlich gross. Und sein Wert für das Team, welches nach dem 1:0-Sieg im ersten Finalspiel in Lugano unbeirrt auf Kurs Richtung Meistertitel bleibt, sowieso unermesslich - auch neben dem Eis. Seger ist für seine Mitspieler eine Inspirationsquelle. Sie wollen diesen Pokal auch für ihre Ende Saison abtretende Legende holen. Und der Ostschweizer selbst tut alles, um seine Mannschaftskameraden ein letztes Mal zum Titel zu pushen.

Auch wenn es auf den ersten Blick nach einer harten Massnahme von Lions-Headcoach Hans Kossmann aussieht: In den Playoffs, und schon gar nicht in einem Final, hat es keinen Platz für irgendwelche Sentimentalitäten. Da zählen nur noch Sieg oder Niederlage. Kossmann entschied sich vor dem ersten Finalspiel, den vorher überzähligen Inti Pestoni als 13. Stürmer aufs Matchblatt zu nehmen. Folglich musste Seger über die Klinge springen und als überzähliger Spieler zu Hause bleiben.

Die Lions haben gewonnen, Kossmann hat alles richtig gemacht. Und Seger darf weiterhin davon träumen, den Meisterkübel noch ein letztes Mal in die Höhe zu stemmen.