Den WM-Titel vor einem Jahr, den zweiten in Serie, holten die Schweden mit einer makellosen Bilanz. Nun verlor das Team des zukünftigen ZSC-Trainers Rikard Grönborg gleich bei erster Gelegenheit. Dass dem so war, dazu trug der in den letzten zwei Saisons für Ambri-Piotta tätige Dominik Kubalik mit der Vorarbeit zum 1:0 von Jakub Vrana (2.) und dem Treffer zum 2:2 (37.) massgeblich bei. Michael Frolik brachte die Osteuropäer nach 33 Sekunden im Schlussabschnitt erneut in Führung, und diesmal gaben die Tschechen den Vorsprung nicht mehr preis. Für den Schlusspunkt ins leere Gehäuse sorgte Jan Kovar (60.), der wohl schon bald in der Schweiz spielt.

Die Slowaken haben zuletzt fünfmal hintereinander an einer WM die Viertelfinals verpasst. Nun setzten sie gleich in der ersten Partie ein Ausrufezeichen. Die NHL-Spieler Erik Cernak (22.) und Tomas Tatar (25.) brachten die Einheimischen zu Beginn des Mitteldrittels mit zwei Toren innert 186 Sekunden 3:1 in Führung, worauf die Amerikaner keine Antwort mehr wussten. Die Slowaken sind allerdings gewarnt: An den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang starteten sie ebenfalls mit einem überraschenden Sieg - 3:2 gegen den späteren Olympiasieger Russland - ins Turnier , ehe sie nur noch verloren. Diesmal wollen sie den Schwung mitnehmen.

Rajala mit zwei Assists gegen Kanada

Wie Kubalik bei den Tschechen trumpfte auch beim 3:1-Sieg von Finnland gegen Kanada ein "Schweizer" gross auf. Der beim EHC Biel spielende Toni Rajala liess sich beim 1:0 von Kaapo Kakko (9.) und beim 2:1 von Arttu Ilomäki (43.) den ersten Assist gutschreiben. Die Kanadier, die am Tag zuvor Teamleader John Tavares wegen einer Verletzung verloren hatten, mussten sich mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Jonathan Marchessault (9.) begnügen. Dieser fiel wie der Siegtreffer der Finnen im Powerplay.

34 Sekunden vor dem Ende machte erneut Kakko mit einem Schuss ins leere Tor alles klar. Kakko ist erst 18 Jahre alt und kann sich bereits U18- sowie U20-Weltmeister nennen. Sichern sich die Finnen in der Slowakei Gold, wäre er der jüngste Spieler überhaupt, der an diesen drei Turnieren den Titel geholt hätte. Neben Rajala setzten die Nordländer auf zwei weitere Spieler aus der National League: Den Lausanner Verteidiger Petteri Lindbohm und Harri Pesonen von den SCL Tigers.

Das russische Starensemble sorgte beim 5:2 gegen Norwegen rasch für klare Verhältnisse und ging bis zur 30. Minute 4:0 in Führung - Jewgeni Dadonow zeichnete sich als Doppel-Torschütze aus. Die Osteuropäer nutzten die ersten drei Überzahl-Situationen gnadenlos aus. Nikita Kutscherow, der beste Skorer der abgelaufenen NHL-Qualifikation, steuerte einen Treffer und zwei Assists zum Sieg bei. Den Norwegern gelang nach dem 0:5 (42.) mit zwei Toren innerhalb von 100 Sekunden noch etwas Resultatkosmetik, das 2:5 in der 58. Minute schoss Jonas Holös, der in der abgelaufenen Saison für Fribourg verteidigt hatte, jedoch von Gottéron keinen neuen Vertrag erhielt.

Resultate/Ranglisten

Gruppe A (in Kosice): Finnland - Kanada 3:1 (1:1, 0:0, 2:0). USA - Slowakei 1:4 (1:1, 0:2, 0:1). - Rangliste: 1. Slowakei 1/3 (4:1). 2. Finnland 1/3 (3:1). 3. Deutschland 0/0 (0:0). 3. Dänemark 0/0 (0:0). 3. Frankreich 0/0 (0:0). 3. Grossbritannien 0/0 (0:0). 7. Kanada 1/0 (1:3). 8. USA 1/0 (1:4).

Gruppe B (in Bratislava): Russland - Norwegen 5:2 (2:0, 2:0, 1:2). Tschechien - Schweden 5:2 (1:0, 1:2, 3:0). - Rangliste: 1. Russland 1/3 (5:2). 1. Tschechien 1/3 (5:2). 3. Italien 0/0 (0:0). 3. Lettland 0/0 (0:0). 3. Schweiz 0/0 (0:0). 3. Österreich 0/0 (0:0). 7. Norwegen 1/0 (2:5). 7. Schweden 1/0 (2:5).