Nach 30 Spielen hatte Timo Meier schon 18 Tore auf seinem Konto und gehörte zu den treffsichersten Stürmern der NHL. 16 Spiele später steht sein Tor-Konto immer auf 18. Und der Appenzeller beginnt langsam aber sicher an sich zu zweifeln.

Bei der 3:6-Niederlage der San Jose Sharks bei den Arizona Coyotes mündete die Frustration Meiers in einer dummen Strafe, die er zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 3:4 nahm. Er revanchierte sich für ein nicht geahndetes Vergehen seines Gegenspielers Oliver Ekman-Larsson und wurde auf die Strafbank geschickt. Die Kojoten trafen prompt zum entscheidenden 5:3 zu ihren Gunsten.

Timo Meiers Strafe zur Unzeit

Die dämliche Strafe

„Diese Strafe darf Timo zu diesem Zeitpunkt nicht nehmen“, kritisierte San-Jose-Headcoach Peter DeBoer den Stürmer, zeigte sich trotz der torlosen Phase aber grundsätzlich zufrieden mit den Leistungen Meiers. „Er hatte wieder sechs, sieben Schüsse auf das gegnerische Tor. Er hat seine Chancen. Irgendwann wird er wieder treffen. Er muss einfach dranbleiben.“

Timo Meiers Teamkollege Logan Couture predigt ebenfalls Geduld: „Alle Stürmer haben das schon erlebt. Man will in jedem Spiel treffen. Aber manchmal muss man auch einen Schritt zurückmachen und zur Einsicht kommen, dass es sehr schwierig ist, in dieser Liga Tore zu erzielen.“

Der Negativrekord

Die 16 Spiele ohne Treffer ist die längste Negativserie in der noch jungen NHL-Karriere von Timo Meier. DeBoer sagt: „Er darf sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen lassen. Dann leidet nämlich seine gesamte Spielweise darunter.“ Das ist einfacher gesagt, als getan.

Aber so, wie die Pucks im November und Dezember reihenweise und auf alle möglichen und unmöglichen Arten im gegnerischen Tor landeten, wird auch diese ungewöhnliche Pechsträhne Meiers eher früher als später zu Ende gehen. Gut für den 22-Jährigen ist auch die Tatsache, dass die Sharks auch ohne seine Tore erfolgreich sind. Die Niederlage gegen die Arizona Coyotes war die erste nach sieben Siegen in Serie.