National League

Thomas Rüfenacht: «Emotionen gehören dazu!»

Den Playoff-Bart hat Thomas Rüfenacht nach Spiel 4 gestutzt. An seiner aggressiven Spielweise änderte das nichts.

Den Playoff-Bart hat Thomas Rüfenacht nach Spiel 4 gestutzt. An seiner aggressiven Spielweise änderte das nichts.

Nach der Schlusssirene entladen sich die Emotionen. Tristan Scherwey und Thomas Rüfenacht feiern den 4:3-Sieg des SCB und provozieren, was das Zeug hält. «Emotionen gehören dazu», so Rüfenacht.

Für das Spiel 6 am Samstagabend im Hallenstadion ist jedenfalls angerichtet. Die ZSC Lions wollen den Sack zumachen. "Wenn wir so weiterspielen, wie wir in Bern aufgehört haben, dann kommt es gut", ist Roman Wick überzeugt. Wick erzielte in Bern sein erstes Playoff-Tor (zum 1:1).

Die ZSC Lions beendeten die Partie in Bern in der Tat fulminant. Und dass den Zürchern in Bern (zumindest vorerst) nur Ärger und Frust blieb, war verständlich. Die Zürcher schafften den 4:4-Ausgleich im Finish nur nicht, weil Gaëtan Haas auf der Linie den Puck in die Hand nahm und weg warf, was gegen die Spielregeln verstösst.

Diese Szene führte die Ohnmacht der Referees beim Video-Replay vor Augen. Sie durften sich die Szene anschauen, sie durften aber nur "Tor" oder "kein Tor" entscheiden. Den Penalty, den die ZSC Lions eigentlich zu gut gehabt hätten, durften sie nicht geben.

Die Schiedsrichter Andreas Koch und Tobias Wehrli müssen sich indes den grossen Vorwurf gefallen lassen, sich bei der fraglichen Szene miserabel postiert zu haben. Bei der üblichen Positionierung hinter dem Tor hätte einer das Vergehen von Haas zwingend live sehen müssen. "Bei einer so heissen Szene vor dem Tor muss der Schiedsrichter hinter dem Tor stehen und das sehen", sagte auch der Zürcher Coach Hans Kossmann. Kossmann schob aber nicht den Referees die Schuld an der Niederlage in die Schuhe: "In der ersten Spielhälfte waren wir zu wenig gut. Deshalb haben wir verloren."

Und auch die Berner Akteure konstatierten nach den finalen Emotionen, die gemäss Thomas Rüfenacht "dazu gehören", einen verdienten Sieg. Rüfenacht: "Wir haben mehr Druck gemacht als in den Spielen vorher. Und wir waren diesmal effizienter." Berns Stürmer Simon Moser sah es ähnlich: "Diesmal haben wir das Glück auf unsere Seite gezwungen."

Dass Bern im dritten Anlauf in den Halbfinals endlich ein Heimspiel gewann, überraschte am Ende gewiss niemanden. "Wir gewinnen heute sicher", hatte Trainer Kari Jalonen schon vor dem ersten Bully grosse Zuversicht versprüht. Dass aber Meister Bern in Spiel 5 sehr gut, ja sogar vorzüglich spielte und trotzdem fast nicht gewann, muss dem Qualifikationssieger vor dem Auswärtsspiel im ausverkauften Hallenstadion aber auch zu denken geben.

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