EHC Olten
Starke Rückkehr: Stan Horansky kann wieder für den EHCO stürmen.

Am Tag nach der unglücklichen 3:4-Niederlage nach Verlängerung im Schweizer Cup gegen den EHC Biel war im Training des EHC Olten von Verbitterung nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die Stimmung während der gut einstündigen Einheit war schon fast ausgelassen.

Marcel Kuchta
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Starke Rückkehr: Stan Horansky kann wieder für den EHCO stürmen.

Starke Rückkehr: Stan Horansky kann wieder für den EHCO stürmen.

HR Aeschbacher

Die Spieler hatten sichtlich Spass. Auch im Wissen, dass sie gegen den A-Ligisten eine sehr gute Leistung abgeliefert hatten, für welche sie allerdings schlecht belohnt wurden. «Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Wir haben wirklich gut gespielt», bedauerte Stan Horansky.

Der Stürmer des EHC Olten hatte gegen die Seeländer nach einmonatiger Pause, während welcher er eine Ellbogenverletzung auskurieren musste, sein Comeback gegeben und war bereits wieder eine prägende Figur in der Oltner Offensive. «Für das erste Spiel nach einer längeren Pause habe ich mich sehr gut gefühlt. Aber das lag auch daran, dass wir als Mannschaft sehr gut gespielt haben. Da werden automatisch alle Spieler mitgerissen.»

Nach den beiden eher bemühenden Duellen gegen die Farmteams aus Zug (5:4 n.V.) und Biasca (5:4 n.P.) diente der Vergleich mit den Bielern den Oltnern auch als eine Art Psychohygiene. Bemerkenswert war, dass sich der EHCO gegen einen eher strukturiert und zurückhaltend agierenden Gegner wie Biel leichter tat als gegen die bisweilen ungestüm und chaotisch auftretenden Nachwuchsteams. Horansky: «Man hat am Sonntag gesehen, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt, wenn alle wirklich hart arbeiten und nicht irgendwelche Kunststückchen ausprobieren.»

Der Ellbogen hält

Aus persönlicher Sicht war für Stan Horansky die Tatsache am wichtigsten, dass sein Ellbogen den grossen Belastungstest im Spiel bestand: «Der Ellbogen schmerzte ein wenig, aber ich hatte keine Probleme, wenn ich ihn bewegte. Einmal bin ich sogar draufgefallen, weshalb er jetzt ein wenig geschwollen ist. Aber ich habe im Training am Tag danach nichts gespürt.» Für den EHC Olten und Headcoach Bengt-Ake Gustafsson sind das sehr gute Nachrichten. Denn mit Horansky verfügen die Powermäuse in der Offensive über einen Spieler, der in der NLB mit seiner Klasse in jeder Partie die Differenz ausmachen kann.

Das kann gerade in den drei schwierigen Begegnungen der laufenden Woche von entscheidender Bedeutung sein. Nach den beiden Heimspielen gegen Ajoie (Dienstag, 19.45 Uhr) sowie La Chaux-de-Fonds (Freitag, 19.45 Uhr) und dem sonntäglichen Gastspiel beim beeindruckenden Leader Rapperswil-Jona Lakers werden die Oltner wissen, ob sie sich eher Richtung Tabellenspitze oder Richtung Mittelfeld orientieren müssen.

Keine Besserung bei Vesce

An der Personalfront sind im Vergleich zum Cup-Spiel keine Veränderungen zu erwarten. Remo Hirt, Marco Truttmann, Helder Duarte und Ryan Vesce fallen weiter aus. Bei Vesce sind die Beschwerden nach seiner Gehirnerschütterung immer noch recht stark. Nicht ausgeschlossen, dass der US-Amerikaner länger ausfallen und der EHCO bald einmal den Ausländermarkt sondieren wird. Wieder im Trainingsbetrieb dabei ist Simon Lüthi. Noch trägt der Verteidiger allerdings das rote «Kein-Kontakt-Leibchen».

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